27.11.2016 | Wildschadensverhütung

Hundert Euro Stundenlohn
für Nager-Jäger

Versinkende Traktoren, löchrige Dämme, zerstörte Schilfflächen - Das sind Folgen steigender Nutriabestände im Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen). Der Wasser- und Bodenverband lockt die Jäger mit einem Schussgeld.

Es braucht die Jagd oder kalte, harte Winter, um Nutriabestände deutlich zu dezimieren (Symbolbild).
Hans Peckskamp, Verbandsvorsteher der Friesoyther Wasseracht, spricht von massiven Schäden durch die Sumpfbiber. Die Kosten, die für die Instandsetzung der Gewässer, Dämme und Ufer entstehen, steigen. Außerdem sind es naturschutzfachliche Belange und mehrere Unfälle, die die Wasseracht jetzt dazu bewogen haben, 'Abschussprämie' für die Tiere auszuloben. Für jeden in ihrem Aufsichtsgebiet zur Strecke gebrachten Nutria zahlt der Verband sechs Euro an den Erleger. Zum Nachweis werden die Schwänze der Nager gefordert.
Hans Blome, Leiter des Hegerings Altenoythe, pflichtet der verstärkten Bejagung der 1926 in Deutschland eingebürgerten Südamerikaner bei. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat sich die Zahl der Abschüsse im Landkreis von 376 auf 1.388 Stück mehr als verdreifacht. Im Gespräch mit jagderleben erzählt Blome von einem Schlepper mit Güllefass, unter dem in Ufernähe einfach der Boden nachgab - eine Gefahr für den Fahrer und die Umwelt. Bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Verbänden, Behörden und Naturschützern äußert er sich positiv.
Wie die 'Nordwest Zeitung' berichtet, scheint das Angebot seine Wirkung nicht zu verfehlen. Ein Waidmann hat im Bereich eines Klärschlammbeckens gleich 18 Sumpfbiber innerhalb von nur einer Stunde erlegt: 108 Euro Prämie sind dafür kein schlechter Stundenlohn.
RW




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Bilder von der Hirsch-Rettung

Drahtgeflecht fhrte dazu, dass sich die Kontrahenten verkmpften. Foto: Loitfellner Vorsichtig nherte sich der erfahrene Jger den Tieren. Foto: Loitfellner Der Grnrock kannte die Geweihten durch die sechs monatige Winterftterung. Foto: Loitfellner Glcklicherweise beruhigte sich der noch lebende Hirsch... Foto: Loitfellner ... als der Waidmann auf ihn einredete und an den Stangen fasste. Foto: Loitfellner Wieder frei wechselt das Stck in seinen Einstand zurck. Foto: Loitfellner Dem anderen war durch die Befreiungsversuche wohl das Rckgrat gebrochen. Foto: Loitfellner

1. uJ-Keiler-Cup

Andreas Telm (l.) und Frank Luck bei der Ansprache. Foto: FS Sehenswert: Pokal des 1. uJ-Keiler-Cup. Foto: FS Die Hauptpreise: Zeiss Victory V8 1,1-8x30, Mercury Bchse und Steiner MRS sponsored by Frankonia, Zeiss Fieldshooting Event 2017 in Ulfborg und ein individuell gravierters Puma-Messer Saubart. Foto: FS In der 25-Meter-Duelhalle mussten die Schtzen ihr Knnen mit dem FLG unter Beweis stellen. Foto: FS Zwischen den Disziplinen war Zeit, um sich auszutauschen. Foto: FS Zufriedene Teilnehmer des 1. uJ-Keiler-Cup. Foto: FS Konzentriert lauschen dieses beiden Schtzen der Ansprache. Foto: FS Einer der drei mit hochwertigen Preisen bestckten Tische. Foto: FS Die Blaser R8 Professional Success mit Schalldmpfer weckte das Interesse der Schtzen. Foto: FS Mithilfe der uJ-Organscheibe wurden auf der 100-Meter-Bahn die Treffer ausgewertet. Foto: FS Gemtliches Puschen zwischen den Disziplinen. Foto: FS Frankonia und Steiner traten nicht nur als Sponsoren auf, sie prsentierten den Teilnehmern vor Ort Produkte. Foto: FS

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