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Waffenverbotszonen in deutschen Großstädten

Auch Messer fallen unter das Verbot.


In Frankfurt am Main und Saarbrücken gehört eine Waffenverbotszone zum diesjährigen Sicherheitskonzept an Silvester, wie die Bundespolizei in einer Pressemitteilung bekannt gab. Das Waffenverbot gilt zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Bahnhöfen, wie etwa am Hauptbahnhof Frankfurt am Main.

Neben Schusswaffen jeglicher Art (auch Schreckschusswaffen), gilt das Verbot auch für "Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messer aller Art". Darunter fallen somit auch Jagdmesser bzw. Taschenmesser. Der Landesjagdverband Hessen appelliert daher an alle Jäger, die in der fraglichen Zeit vorhaben, einen der unter das Verbot fallenden Bahnhöfe aufzusuchen, vorab ihre Taschen auf Messer zu kontrollieren.

Jagdschein in Gefahr

Die Bundespolizei plant in dem Zeitraum verstärkt Kontrollen durchführen. Bei einem Verstoß gegen das Mitführverbot droht "dem Betroffenen ein Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro." Auch kann "ein leichtfertiger Verstoß gegen das verhängte Waffenverbot den Entzug der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit und somit des Jagdscheins zur Folge haben", so der LJV Hessen.

Waffenverbotszone in Wiesbaden

In Teilen von Wiesbaden (Innenstadtbereiche und Anfang des Westends) gilt ab dem 1. Januar 2019 zwischen 21 Uhr und 5 Uhr ein Waffenverbot. Wie man in diesen Zeiträumen und Gegenden künftig bspw. mit dem Erlösen von verunfallten Wild umgehen will, konnte dem LJV Hessen bisher nicht beantwortet werden. Auch was das Verbot für dort lebende Jäger bedeutet, ist bisher unklar.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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