Wolfsdemo in Potsdam

Mehr als 300 Personen nahmen an der Demonstration teil.


Am 10. November 2018 protestierten Landwirte, Schäfer, Jäger und Dorfbewohner vor dem Landtag in Potsdam gegen die Ausbreitung der Wölfe. Dem Aufruf durch den Bauernbund waren über 300 Teilnehmer gefolgt. Bauernbund-Präsident Marco Hintze betonte, dass die zunehmende Zahl von Wölfen eine existenzielle Bedrohung für Weidetierhalter sei. Brandenburg habe inzwischen eine viermal so hohe Wolfsdichte wie Schweden und dort werden sie konsequent bejagt, meinte Hintze.

Er forderte von der Landesregierung, große Teile Brandenburgs zu wolfsfreien Zonen zu erklären. Ebenfalls für eine Wolfsreduzierung sprach sich Mario Borchert vom Netzwerk Wolfsfreie Städte und Gemeinden aus. Er kündigte an, im Landtagswahljahr 2019 den Druck der Basis auf die Landesregierung zu erhöhen: „Die Menschen auf dem Lande wollen endlich eine Reduzierung der Wölfe. Wir lassen uns nicht mehr für dumm verkaufen.“

"Verordnung bietet keinen Schutz"

Harsche Kritik übte Christoph Rechberg vom Waldbesitzerverband an der Anfang des Jahres erlassenen Brandenburger Wolfsverordnung. „Die Verordnung bietet keinen Schutz für Nutztiere vor Wölfen – sondern schützt die Wölfe, die Nutztiere gerissen haben”, bemängelte er.

Gregor Beyer, Geschäftsführer Forum Natur, stellte für die Neuorientierung des brandenburgischen Wolfsmanagements drei Punkte als unverhandelbar heraus: Hundertprozentiger Schadens- und Präventionsausgleich für die durch Wölfe verursachte Schäden, Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht und Festlegung eines Wolfszielbestandes. RS


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