20. unsere Jagd-Schießen

Foto: FS


Hübsch hatte sie sich gemacht, die schlanke Schönheit aus dem Allgäu. Mit schwarzem Gewand und Lederdress zog die Blaser R8 Professional Success Leather die Blicke der Teilnehmer auf sich. Sogar die jagenden Damen bekamen glänzende Augen. „Die würde ich gern heute Abend mit nach Hause nehmen“, ließ einer der Schützen seinen Gefühlen freien Lauf. Und irgendwie hoffte jeder, dass ihn am Abend Fortuna, Diana oder der Heilige Hubertus küssen würde und er demnächst mit der führigen Repetierbüchse durchs heimische Revier pirschen darf. Doch zuvor mussten in Gardelegen wieder sieben Disziplinen mit Flinte und Büchse absolviert werden.
Weil das Schießen in diesem Jahr von den Firmen Blaser, RWS, Rottweil und Swarovski unterstützt wurde, standen auf der 100-Meter-Bahn (Rehbock angestrichen) fünf R8-Büchsen im Kaliber .308 Winchester mit Lochschaft in Links- und Rechtsausführung bereit, auf denen lichtstarke Swarovski Z6i-Gläser montiert waren. Geschossen wurde mit der Evolution Green (8,8 g Geschossgewicht) von RWS.

Angstdisziplin uJ-Keiler

Annehmend: Bei diesem Burschen war Nervenstärke gefragt. Foto: CS


Diese Kombination schien den meisten Schützen gelegen zu haben, denn reihenweise wurden 50 von 50 möglichen Ringen erzielt. Aber auch beim Gamsschießen (sitzend aufgelegt) auf der 200-Meter-Bahn konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Von 6,5x55 SE bis .300 Winchester Magnum war dort alles vertreten. Zudem setzten viele Schützen auf hochvergrößernde Optik. Als Angstdisziplin verteidigte auch in diesem Jahr der uJ-Keiler (50 Meter) seinen Ruf. Egal ob mit der Flinte über die offene Visierung oder mit der Repetierflinte, Bockbüchsflinte oder Drilling geschossen wurde - es gelang nur ganz wenigen, die fünf Flintenlaufgeschosse an der richtigen, zugegebenermaßen sehr kleinen Stelle unterzubringen. Da rutschte selbst „Profis“ das eine oder andere Geschoss aus dem Leben - vielen auch nur um Haaresbreite. Den annehmenden Keiler hatten die meisten uJ-Leser mit ihren Geradezugrepetierern und Selbstladebüchsen wieder im Griff. Hier machte sich bezahlt, diese Disziplin am Vortag einmal geübt zu haben, um sich auf die Geschwindigkeit des annehmenden Bassen einzustellen. Gefehlt wurde das Ziel in der Regel nämlich, weil zu hastig geschossen wurde. Durchweg gute Ergebnisse wurden hingegen beim „Flüchtigen Überläufer“ erzielt. Für reichlich Spaß sorgte auch in diesem Jahr der abstreichende Fasan, der mit den gestellten Trap-Patronen aus dem Hause Rottweil (24 g) geschossen wurde.

Im Wiegeschritt zur Bunkerkante

Die dargebotenen Schritt beziehungsweise Pirschtechniken sind kaum mit Worten zu beschreiben. Von Stepptanzeinlagen bis zu katzenartigen Schleichversuchen war alles zu sehen. Der Rollhase und die Überkopftaube - als Dublette präsentiert - erwiesen sich für geübte Flintenschützen als sichere Bank, ordentlich Punkte zu sammeln.

Glückliche Gewinner


Den ersten Platz der Gesamtwertung sicherte sich in diesem Jahr Frank Becker (400,5 Pkt.) vor Jan von See (396 Pkt.) und Carsten Neidhardt (394 Pkt.). Der Sieger durfte damit zuerst an einen der reich gedeckten Preistische und entschied sich für eine Gamsjagd in Slowenien, die Reiseanbieter Jens Vocke (Adler Tours; www.adlertours.de) gestiftet hatte. Der Wert der Jagdreise: 1500 Euro! Über das Swarovski CL Companion Africa 8x30 B im Wert von 1200 Euro konnte sich Nadine Weers (Deutsche Meisterin im Jagdlichen Schießen) freuen, die die Damenwertung mit 366 Punkten für sich entschied. In der Mannschaftswertung setzte sich die Mannschaft „Patzelt“ mit 1110,5 Punkten gegen die „Alten Michelsenschüler“ (1096,5 Pkt.) und die „Eichsfelder“ (1088 Pkt.) durch, die im vergangenen Jahr das Schießen gewonnen hatten. Als Preise durften die ersten acht Mannschaften Rottweil-Munition mit nach Hause nehmen.
Als Alexandra Baur (Leiterin PR bei -Blaser) mit der R8 Professional Success Leather im Wert von 3837 Euro die Fläche betrat, wurde es noch einmal ganz still. Alle Augen waren jetzt auf sie, die Repetierbüchse und Blondschopf Hans gerichtet, der den glücklichen Gewinner ziehen sollte. Der trug an diesem Tag Startnummer 44 und hieß Christian Czech. Zehn Mal hatte er bereits am uJ-Schießen teilgenommen und jedes Mal auf den großen Gewinn gehofft. In diesem Jahr hat es endlich geklappt. Im nächsten Jahr wird er sicher mit seiner Blaser R8 am uJ-Schießen teilnehmen. Wann das stattfindet, wird in unsere Jagd 3/2016 bekanntgegeben.
CS
Hier finden Sie die Ergebnisliste der Einzelwertung.

Hier finden Sie die Ergebnislise der Mannschaftswertung.