11.03.2016 | Toter Luchs

Überraschende Wende

Kurz vor dem Jahreswechsel war im Bayerischen Wald ein Jungluchs tot in einem Straßengraben gefunden worden. Die Vermutung drängte sich auf, dass er durch einen Zusammenstoß mit einem Kraftfahrzeug ums Leben gekommen war. Nach eingehenden Untersuchungen hegen die Ermittler nun jedoch einen anderen Verdacht.

Jungluchs im Nationalpark Bayerischer Wald.
Auffällig an dem am 29. Dezember 2015 zwischen Schönberg und Oberkreuzberg (Kreis Freyung-Grafenau) von einem Anwohner aufgefunden Kadaver war zunächst nur, dass nichts daran auffällig war: Keine äußeren Verletzungen, kein Einschuss, keine Knochenbrüche. In einer Mitteilung der Polizei heißt es dazu: 'Aufgrund der Auffindesituation wurde zunächst angenommen, dass der Luchs beim Überqueren der Kreisstraße von einem Fahrzeug angefahren wurde und dann dort verendete. Ein sogenannter Wildunfall wurde allerdings nicht gemeldet. Das Tier wurde in Verwahrung genommen, zuständige Fachbehörden verständigt und weitere Untersuchungen veranlasst.'
Diese sind nun abgeschlossen. Ergebnis: Gewalteinwirkung. Doch was heißt das? In der polizeilichen Mitteilung ist von 'menschlicher Gewalteinwirkung' die Rede. In einem Bericht der 'Passauer Neuen Presse' (PNP) lässt sich ein örtlicher Jägervertreter mit den Worten zitieren: 'Die gefundenen Anzeichen deuten wohl auf eine Art Draht hin'. Weiter heißt es in dem Bericht, das Gutachten nenne 'mechanische' Gewalteinwirkung als Ursache.
Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich zurück, dennoch schießen die Spekulationen ins Kraut. Von 'Erdrosselung' (BR) ist die Rede, der Bund Naturschutz (BN) spricht in einer Pressemitteilung entgegen dem Stand der Ermittlungen bereits von einer 'illegalen Luchstötung'. Nicht auszuschließen ist derzeit jedoch auch, das sich das Tier ohne menschliches Zutun in einem Draht verfangen habe und anschließend am Straßenrand 'entsorgt' worden ist.
Licht ins Dunkel sollen weitere Ermittlungen bringen, die wegen Jagdwilderei, einem Verstoß gegen das Bundesjagdgesetz und einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet worden sind.
JMB
 



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Auf Fuchs am Nordkap

Das Vorankommen war nicht immer einfach... Foto: Carina Greiner-Kaiser Der Strand bot die besten Gelegenheiten.Wir pirschten tglich die Hotspots an. Foto: Carina Greiner-Kaiser Foto: Carina Greiner-Kaiser Thomas mit seiner Emma. Foto: Carina Greiner-Kaiser Da liegt unser Nordkapfuchs! Foto: Carina Greiner-Kaiser Abschalten, auf die wichtigen Dinge konzentrieren und zu sich selbst finden waren die Ziele dieser Reise. Foto: Carina Greiner-Kaiser Gemeinsam zu essen ist im hohen Norden Usus. Foto: Carina Greiner-Kaiser Gleich am ersten Abend klappte es fr uns mit dem ersten Fuchs. Foto: Carina Greiner-Kaiser Die Gegend ist geprgt von rauer Schnheit. Foto: Carina Greiner-Kaiser Fuchsschmalz hat wrmende Eigenschaften und lsst sich einfach verarbeiten. Foto: Carina Greiner-Kaiser Die vermengten Zutaten fr das Fuchsbalsam. Foto: Carina Greiner-Kaiser Zum Abschluss der Reise zeigte die Natur uns nochmal, wer unsere Wege bestimmt. Foto: Carina Greiner-Kaiser Das Sami-Armband mit Fuchshaken verziert, symbolisiert die raue Gegend. Foto: Carina Greiner-Kaiser Ein typisches Armband der Samen, komplementiert mit Haken eines Rotrocks. Foto: Carina Greiner-Kaiser Aus den Haken und einer Klaue fertigte Isabel ein Kollier und passende Ohrringe. Foto: Carina Greiner-Kaiser Die traumhafte Landschaft Nord-Norwegens macht das Abschalten vom Alltag leicht. Foto: Carina Greiner-Kaiser

Bilder von der Hirsch-Rettung

Drahtgeflecht fhrte dazu, dass sich die Kontrahenten verkmpften. Foto: Loitfellner Vorsichtig nherte sich der erfahrene Jger den Tieren. Foto: Loitfellner Der Grnrock kannte die Geweihten durch die sechs monatige Winterftterung. Foto: Loitfellner Glcklicherweise beruhigte sich der noch lebende Hirsch... Foto: Loitfellner ... als der Waidmann auf ihn einredete und an den Stangen fasste. Foto: Loitfellner Wieder frei wechselt das Stck in seinen Einstand zurck. Foto: Loitfellner Dem anderen war durch die Befreiungsversuche wohl das Rckgrat gebrochen. Foto: Loitfellner

1. uJ-Keiler-Cup

Andreas Telm (l.) und Frank Luck bei der Ansprache. Foto: FS Sehenswert: Pokal des 1. uJ-Keiler-Cup. Foto: FS Die Hauptpreise: Zeiss Victory V8 1,1-8x30, Mercury Bchse und Steiner MRS sponsored by Frankonia, Zeiss Fieldshooting Event 2017 in Ulfborg und ein individuell gravierters Puma-Messer Saubart. Foto: FS In der 25-Meter-Duelhalle mussten die Schtzen ihr Knnen mit dem FLG unter Beweis stellen. Foto: FS Zwischen den Disziplinen war Zeit, um sich auszutauschen. Foto: FS Zufriedene Teilnehmer des 1. uJ-Keiler-Cup. Foto: FS Konzentriert lauschen dieses beiden Schtzen der Ansprache. Foto: FS Einer der drei mit hochwertigen Preisen bestckten Tische. Foto: FS Die Blaser R8 Professional Success mit Schalldmpfer weckte das Interesse der Schtzen. Foto: FS Mithilfe der uJ-Organscheibe wurden auf der 100-Meter-Bahn die Treffer ausgewertet. Foto: FS Gemtliches Puschen zwischen den Disziplinen. Foto: FS Frankonia und Steiner traten nicht nur als Sponsoren auf, sie prsentierten den Teilnehmern vor Ort Produkte. Foto: FS
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