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Taschenlampen für die Jagd: Die perfekten Lichtquellen

Lichtquellen bei der Jagd: ASP-Bekämpfung macht es möglich

LEDWAVE Dual Wildfinder Green, PEL-5 und X-Zoom Wildfinder Green (v. l.).


Das Thema Taschenlampen bei der Jagd hat um Zuge der Seuchenprävention aktuell an Brisanz gewonnen. Seit Rheinland-Pfalz Ende August 2017 künstlichen Lichtquellen bei der Jagd erlaubt hat, um damit Schwarzwild zu bejagen und so der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) entgegenzuwirken, stellt sich die Frage nach einer geeigneten Taschenlampe oder einem Handscheinwerfer für die betroffenen Jäger.

Das Sehvermögen unseres Schalenwildes ist hervorragend. Allerdings besitzt es jeweils nur einen Rezeptor für kurzwelliges Licht von Ultraviolett bis Blau sowie einen für den grünen bis gelben Farbbereich. Somit hat Schalenwild, wie viele andere Tierarten auch, mit dem Farbsehen einige Probleme. Die Grundfarben Rot und Grün können sie nur schwer von der Umgebung unterscheiden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Licht bei Wellenlängen zwischen 550 bis 700 Nanometer kaum wahrgenommen wird. Blautöne wirken wie Signalfarben.

Rot-Grün-Blindes Schalenwild


Wegen des hohen Leistungsverlusts von Farbfiltern auf den damals stärksten Taschenlampen mit Xenon-Birnen, ließ LEDWAVE vor etwa zwölf Jahren farbige LEDs in den genannten Wellenlängenbereich fertigen, die den Xenon-Lampen mit Filtern in Helligkeit und Reichweite um bis zu 70 Prozent überlegen sind. Der Hersteller wählte mit den Farben Rot und Grün die beiden Varianten am jeweils oberen und unteren Ende des geeigneten Wellenlängenbereichs. Grün hat die höchste Reichweite und den größten Kontrastbereich, wobei rot die eigene Nachtsichtfähigkeit weniger einschränkt.

Nicht nur in Sachen Bekleidung, sondern auch was künstliche Lichtquellen angeht, können wir Jäger uns die „Sehschwäche“ des Wildes in der Jagdpraxis zunutze machen.

Einsatz der Wildfinder-Modelle – auch zur Saujagd

Im Dunklen kann z. B. auf dem Weg zur Kanzel die LEDWAVE Wildfinder-Stirnlampe mit rotem Licht zum Einsatz kommen, um unentdeckt zu bleiben. Auch während des Ansitz ist der Jäger damit in der Lage, ohne viel Aufsehen nach Ausrüstung zu suchen und sich selber nicht zu blenden.

Die anderen Modelle, wie z.B. der Dual Wildfinder Green (Preis: 169 €), sind aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit vorrangig zur Wildbeobachtung gedacht. Oder dort wo dies erlaubt ist (siehe oben), zur  Beleuchtung für die Schussabgabe bei der Saujagd im Zuge der Seuchenprävention.

Wichtig ist, dass die Lampen zunächst auf der niedrigsten Leuchtstufe oberhalb des zu beobachtenden Wildes eingeschaltet werden. Erst dann sollte man den Lichtkegel vorsichtig nach unten bewegen. Auch während Nachsuchen bei Nacht oder nach Wildunfällen haben sich die Lampen bewährt. Denn Wild im Wundbett flüchtet, rot oder grün angeleuchtet, nicht so schnell.

Diese und weitere Modelle finden Sie bei den Jagd-Taschenlampen von Frankonia.


Florian Standke Redakteur bei unsere Jagd seit 2012, Diplom Sportwissenschaftler, Jagdschein seit dem Jahr 2000, Angelscheininhaber, Führer eines Kleinen Münsterländers („Jasko“), Pächter eines Hochwildreviers.
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