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Geradezugrepetierer BRX1: Neuer Repetierer von Beretta

Mann im Schießkino zielt © Fokko Kleihauer
Auf dem Stand schlug sich die BRX 1 wacker.

Vor Kurzem stellte Beretta eine absolute Neuheit für das Traditionshaus vor: Die Geradezugrepetierbüchse BRX1. Fünf Jahre lang entwickelten die Italiener die Büchse. Herausgekommen ist ein klassischer Geradezugrepetierer. Der rotierende Verschluss basiert auf dem Sturmgewehr ARX von Beretta und verschließt mit acht Warzen. Die Magnumkaliber-Verschlüsse (.300 Win. Mag.) haben sogar 16 Warzen – in doppelter Reihe angeordnet. Direkt ins Auge fällt die Sicherung auf dem Systemkasten. Deutsche Jäger denken sofort: „Oh, Handspannung!“ Tatsächlich ist es eine Drei-Stellungs-Sicherung. Im gesicherten Zustand ist das Schlagstück mechanisch blockiert, komplett abgelöst von der Abzugseinheit.

Die Abzugseinheit ist komplett herausnehmbar, man braucht nur ein Messer oder Schraubenzieher, um die Sicherungsfeder zu lösen. So kann man den Direktabzug verstellen. Drei Widerstände sind verfügbar: 900 g, 1.100 g oder 1.300 g. In das Magazin passen fünf Medium- oder Magnumpatronen, dazu eine in den Lauf.

Der Verschluss der BRX 1 verriegelt mit acht Warzen.Die Abzugseinheit ist herausnehmbar. Drei Abzugswiderstände sind wählbar.Das Kunststoffmagazin für fünf Patronen schließt bündig mit dem Schaft ab.

Lauf, Übergangskonus und Patronenlager sind aus einem Stück. So etwas beherrschen nicht viele Waffenhersteller. Ein Detail, das die Präzision steigern soll. Der Lauf hat einen 16-mm-Mündungsdurchmesser und endet serienmäßig in einem Mündungsgewinde. Auf dem Systemkasten ist eine Picatinny-Schiene aus Stahl montiert.

Angenehm haptisch ist die Schäftung. Sieben verschiedene Polymer-Komposita sind verbaut. Für den Pistolengriff, den Hinterschaft und den Vorderschaft werden unterschiedliche Mischungen eingesetzt. Die Verarbeitung des Schafts ist passabel. Den ein oder anderen Grat sieht man aber. Der Pistolengriff ist austauschbar, zum Beispiel durch einen steileren. Die Schaftlänge kann dank Zwischenlagen und Schaftkappen (nicht im Lieferumfang) zwischen 343 und 393 mm variiert werden.

Im Schießkino überzeugend

Zusammen mit anderen Pressevertretern hatte ich die Chance, die BRX 1 im Schießsportzentrum Westerwald auszuprobieren. Von einem Drückjagdbock aus ließ ich 60 Schuss auf diverse Leinwandsauen fliegen.

Mein Fazit:

Der Repetiervorgang läuft flüssig, was an dem soliden, auf Schienen geführten Verschluss liegt. Der Kammergriff ist im 45 °-Winkel griffgünstig direkt über dem Abzug angebracht. Beim intuitiven Repetieren gleitet die Hand so schnell wieder an den Abzug. Unsere Testwaffe im Kaliber .308 Win. wog gut drei Kilogramm, der Rückstoß war dementsprechend gut auszuhalten. Zum Präzisionstest ging es in einen Schießtunnel. Meine beste 5er-Schuss-Gruppe betrug 2,9 cm. Ein Manko war der Abzug, denn der kroch ganz leicht.

Mit der BRX 1 ist Beretta einepraxisgerechte Jagdbüchse gelungen – und das zu einem reellen Preis. Die Beretta BRX 1 kostet 1.599 Euro (UVP) und ist ab sofort über den Fachhandel erhältlich.


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