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Fernglastest: Kite Optics Cervus HD BL 8x56

Cervus HD 8x56 von Kite Optics: Sieht nicht nur gut aus, funktioniert auch hervorragend.


Schon das Design ist ansprechend. Mattschwarz mit einem dezenten roten Ring und dem unaufdringlichen Greif als Logo setzt man bei Kite Optics offenbar auf klassische Eleganz. Das Gewicht hingegen ist für ein Glas in diesem Vergrößerungsbereich hoch, verspricht dem Träger aber sofort eine gewisse Wertigkeit. Wie macht es sich im Revier?

Jeder Anwender wird mit dem Glas seine Freude haben. © BS

Jeder Anwender wird mit dem Glas seine Freude haben.

Bei Tag muss sich das Testobjekt hinter niemandem verstecken. Knackigscharfe, farbtreue Bilder bis spät in die Dämmerung hinein. Minimale Abstriche ergaben sich im direkten Vergleich mit der namhaften Königsklasse erst, als es wirklich finster wurde. Der Hersteller gibt die Lichttransmission im Optimum mit 94 Prozent an. Das Sehfeld bemisst dabei anständige 128 m/1000 m.

Eine leichte Randunschärfe ist erkennbar, aber nur, wenn man auch penibel danach sucht. Und sind wir mal ehrlich: Die wenigsten von uns fokussieren das Objekt der Begierde nicht aus der Mitte heraus.

Das Fernglas ist zwar nicht das leichteste, liegt dafür aber gut in der Hand.


Die nötige Feinjustierung gelingt dank großem Verstellrad auf der Kommandobrücke spielend, auch noch mit dickeren Handschuhen. Für Brillenträger lassen sich die Okulare in zwei Stufen einstellen.

Mit zum Lieferumfang gehört ein komfortabler rund cm breiter Trageriemen, der für eine gute Gewichtsverteilung sorgt. Ebenso sind Schutzkappen und eine Transporttasche dabei. Letztere dürfte hingegen ruhig kleiner ausfallen, da sich das Glas in dieser ziemlich lose von oben nach unten und von rechts nach links bewegt.

Abschließend sei noch erwähnt, dass es gasgefüllt und entsprechend wasserdicht ist.

Unser Fazit:

Wenn man für überschaubares Geld einen verlässlichen Begleiter sucht, ist man mit dem Cervus HD von Kite Optics bestens beraten. Auch „alte Technik-Hasen“ dürften bei diesem Gerät, verbunden mit diesem Preis hochinteressiert aufwerfen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 659 Euro, im Internet bekommt man es schon ab 560 Euro.

Vor der Anschaffung eines neuen Fernglases sollte dieses auf jeden Fall in die engere Auswahl einfließen. Der Hersteller ist sich der Qualität seines Produktes in jedem Fall sicher und gibt deshalb 30 Jahre Garantie.


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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