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American Rifle Ranch in .300 ACC Blackout

Roland Zeitler © dlv
Roland Zeitler
am
Freitag, 24.07.2020 - 10:24
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Zur Lesitungsermittlung des kalibers .300 AAC Blackout kam eine Ruger-Repetierbüchse American Rifle Ranch mit und ohne Stalon-Schalldämpfer zum Einsatz. © Roland Zeitler
Zur Lesitungsermittlung des kalibers .300 AAC Blackout kam eine Ruger-Repetierbüchse American Rifle Ranch mit und ohne Stalon-Schalldämpfer zum Einsatz.

Die Büchse mit 41 cm kurzem Lauf misst gerade mal 91 cm Gesamtlänge und ist 2,68 kg leicht. Auf die Stahlhülse mit maschinengerechten flachen Seitenwänden wurde eine 15,5 cm lange Picatinnyschiene geschraubt. Diese lockerte sich i, Testverlauf. Ein Zeichen, dass man zumindest die Schrauben verkleben sollte. Durch das schmale Auswurffenster lässt sich  eine Patrone (noch) bequem ins Lager schieben. Die Kammer weist drei Warzen auf. Damit beträgt der Öffnungswinkel nur 70°. Im zurückversetzten Stoßboden befindet sich ein Auswerfer. Der kleine Auszieher in einer Warze arbeitete zuverlässig. Das Schlösschen mit Kunststoffhaube bietet Nässe und Schmutz kaum die Möglichkeit, ins Innere vorzudringen. Im gespannten Zustand tritt unten eine gut sicht- und fühlbare Signalschiene aus. Den leicht abgewinkelten Kammerstängel mit Kugel konnte ich schnell und fest greifen. Die Kammer gleitet gut und verkantungsfrei, das Repetieren erfolgt flüssig und zügig.

US-typisch: Bei der Ruger American Rifle wird die Kammer im gesicherten Zustand nicht gesperrt. © Roland Zeitler

US-typisch: Bei der Ruger American Rifle wird die Kammer im gesicherten Zustand nicht gesperrt.

Besonderheit bei der Systembettung

Die Abzugssicherung mit Zwei-Stellungs-Schieber auf dem Schafthals sperrt die Kammer nicht. Zusätzlich verbaute Ruger noch eine Abzugssicherung im Züngel nach Art der Glock-Pistolen.  Erst nach Eindrücken (ca. 7 mm Weg und 150 g Widerstand) der Sicherungsklinke im justierbaren Abzug kann der Abzug gezogen werden. Er stand trocken und löste nach zu hohen 1925 g Widerstand aus. Die Büchse ist mit einem fünf Patronen fassenden Kunststoffmagazin ausgestattet. Ich konnte es gut mittels Drücker an seiner Vorderseite entriegeln und entnehmen. Im Hülsenkopf steckt der 41 cm lange, gehämmerte Jagdlauf mit einem Mündungsgewinde. Der Verschlussabstand kann im Werk korrekt mittels einer Mutter über dem Lauf eingestellt werden: eine preiswerte Lösung. Der Mündungsdurchmesser von 18,4 mm spricht für eine Semiweightlauf-Kontur.

Bei der Systembettung ließ sich Ruger etwas Besonderes einfallen. Im Schaft sitzt eine Art Bettungsblock. Es handelt die um zwei V-förmige Metallteile, durch die die Systemschrauben mittig verlaufen. Diese Bettungsteile greifen in Ausfräsungen der Hülse und bilden ein Rückstoßlager. Sie sorgen für spannungsfreie Systemlage und nehmen die Rückstoßkräfte auf. Der Lauf liegt im Schaft frei. Sicherlich trägt diese Systemlagerung zu gleichbleibender und präziser Schussleistung bei. 

Der erdfarbene Kunststoffschaft hat einen langgezogenen Pistolengriff. Der Vorderschaft mit beidseitigen Griffmulden, kräftigen Rippen sowie punzierten Flächen bietet auch nassen Händen verlässlichen Halt. Der 35,5 cm lange Hinterschaft mit geraden Rücken schließt mit gut dämpfender Gummischaftkappe ab. Da der vordere Riemenbügel nur 21 cm von der Mündung entfernt ist, lässt sich der Repetierer extrem bequem führen – selbst bei Nachsuchen in Dickungen.Auf dem Repetierer wurde mittels Rusan-Aufkippmontage eine Noblex Zielfernrohr 1 - 6 x 24 montiert. Ein sehr wirksamer Schalldämpfer von Stallon komplettierte die Waffe.


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