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Südafrika versteigert Jagdlizenzen für soziale Zwecke

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Samstag, 05.03.2022 - 15:34
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Spitzmaulnashorn-Suedafrika © ©Dmitriy Kandinskiy - stock.adobe.com
Der Bestand an Spitzmaulnashörnern hat sich in den letzten Jahren verdoppelt.

Dieses Jahr sollen Lizenzen für die Jagd auf zehn Spitzmaulnashörner, 150 Elefanten und unter besonderen Umständen einige wenige Leoparden in Südafrika versteigert werden. Mit den Erlösen aus dem Verkauf der Lizenzen will der afrikanische Staat laut "Spiegel" die verarmte ländliche Bevölkerung unterstützen. Die Lizenzen beziehen sich auf Individuen, die keinen Anteil an der Reproduktion mehr haben. Außerdem beschränkt sich die Jagd auf Gebiete, in denen ein stabiler Bestand vorherrscht.

Der Bestand der Spitzmaulnashörner hat sich in den vergangenen Jahren stark stabilisiert. Bedroht durch vor allem Wilderei stand diese Art kurz vor dem Aussterben. Durch verschiedene Schutzprogramme, zu großen Teilen auch finanziert durch den Verkauf von Jagdlizenzen für andere Wildarten, konnte der Bestand verdoppelt werden.

Auch bei den Elefanten ist eine starke Zunahme im Bestand zu verzeichnen. Ältere männliche Tiere, für die die Jagdlizenzen hauptsächlich gelten, bremsen das Anwachsen des Bestands. Oftmals setzen sie sich gegen jüngere Artgenossen durch und machen ihnen paarungswillige weibliche Tiere streitig. Durch ihre verminderte Fruchtbarkeit zeugen sie jedoch deutlich weniger Nachwuchs als die jüngeren Tiere. Durch eine gezielte Entnahme dieser Individuen wird ein Anwachsen der Art gefördert.


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