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Würdiges Jubiläum

am
Dienstag, 18.08.2015 - 12:16
Insgesamt sechs der Gründungsmitglieder blasen noch in den Reihen des Jubelvereins mit. LJM Sepp Brandmayr (l.) und Brauchtumsobmann BJM Rudolf Kern (vorne r.) gratulierten. Foto: JMB © JMB
Insgesamt sechs der Gründungsmitglieder blasen noch in den Reihen des Jubelvereins mit. LJM Sepp Brandmayr (l.) und Brauchtumsobmann BJM Rudolf Kern (vorne r.) gratulierten. Foto: JMB

Die Kombination zwischen dem Festakt aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Jagdhornbläsergruppe Pramtal und dem traditionellen Erntebockfrühschoppen der Bezirksjägerschaft Schärding lockte Mitte August viele Besucher nach Rainbach im Innkreis. Im Feststadl des Gasthofs "Kirchenwirt" der Familie Hauzinger wurde auch die gute Nachbarschaft zwischen den oberösterreichischen und bayerischen Jägern an Inn und Donau gepflegt. Mit der Jagdhornbläsergruppe Kellberg und derjenigen der BJV-Kreisgruppe Regen-Zwiesel nahmen auch zwei bayerische Formationen am Jubiläumsschaublasen teil. Neben den gastgebenden Pramtalern traten weiters die Jagdhornbläsergruppen Gurten und Hausruck sowie diejenigen aus Laakirchen und aus Pfarrkirchen im Mühlkreis bei der Veranstaltung auf. Vorangegangen war eine feierliche Hubertusmesse, zelebriert vom Ortspfarrer GR Thaddäus Kret und umrahmt vom Jubelverein unter der Leitung von Hornmeister Peter Joos.
Zu den Grußwortrednern, die nach der Begrüßung durch Obmann Ernst Siegesleitner ans Mikrofon traten, gehörten neben dem Obmann für jagdliches Brauchtum BJM Rudolf Kern auch Oberösterreichs Landesjägermeister Sepp Brandmayr. Er würdigte die Leistungen der Jagdhornbläser für die Jägerschaft und die Allgemeinheit. In die Festtagsfreude mischte der frühere Landtagsabgeordnete aber auch nachdenkliche Töne. Er macht sich Sorgen um den Zusammenhalt in der Gesellschaft: "In einer Zeit, in der es den Leuten besser geht als je zuvor, machen sich Neid und sogar Hass zwischen gesellschaftlichen Gruppen breit." Durch Hetzerei werde gezielt Zwietracht innerhalb der Jägerschaft und zwischen dieser und den Grundeigentümern gesät. Im Endeffekt schade dies beiden gleichermaßen. Der Landesjägermeister forderte dazu auf, dem entgegenzuwirken: "Für die Zukunft gilt es, die Einheit der Jägerschaft zu bewahren und den Grundeigentümern die Hand zu reichen", so Brandmayers Appell.
Zu welchen Hegeerfolgen ein einvernehmliches Verhältnis zwischen Bauern und Jägern führen kann, machten die ausgestellten sogenannten "Ernteböcke" deutlich. Diese dürfen in Oberösterreich jeweils erst ab dem 1. August erlegt werden. Teilweise hochkapitale Trophäen befanden sich unter der Vielzahl der bei der Veranstaltung ausgestellten Rehkronen, die an diesem Tag nicht nur den Erlegern sondern auch den übrigen Besuchern Freude machten.
JMB