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Wildgänse

Graugans (Foto: HW)


Die Schwimmvögel sind zum Ruhen und zur Jungenaufzucht auf größere Gewässer angewiesen, suchen ihre Nahrung aber überwiegend an Land und sind auch die besten Läufer unter den Schwimmvögeln. Die Nahrung besteht aus Grünpflanzen, die sie regelrecht abweiden. Manche Arten nehmen auch Seetang und Wattpflanzen. Die schnellen und ausdauernden Flieger legen zwischen Brutgebieten und Winterquartieren im Frühjahr und Herbst weite Strecken zurück. Brutvögel sind bei uns die Graugans, die eingebürgerte Kanadagans und neuerdings die aus Gehegen stammende Nilgans. Alle anderen Arten sind nordische Brutvögel und kommen als Wintergäste an Küsten und Binnengewässern zu uns. Wildgänse leben in Einehe, haben ein starkes Sozialverhalten und treten in z.T. großen Gruppen auf. Eine Verständigung wird mit ausdrucksstarken Stimmlauten geführt. Gänse brüten in deckungsreicher Ufervegetation am Boden. Die Jungen sind Nestflüchter und werden von beiden Eltern eine lange Zeit betreut. Alle Wildgänse unterliegen dem Jagdrecht, es haben aber nicht alle Arten eine Jagdzeit. Durch Populationsanstieg mancher Arten kommt es zunehmend zu Wildschäden in der Landwirtschaft.