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Waldbau mit der Büchse

Waldumbau-Maßnahmen sollen demnach künftig ohne Zaun realisiert werden, was nur durch eine radikale Abschusserhöhung der Wildbestände umzusetzen sei. Im Protokoll einer gemeinsamen Dienstberatung des LBF mit dem MIL heißt es: „Die Jagd ist der Schlüssel für das zukünftige erfolgreiche Wirtschaften und das Erreichen der waldbaulichen und finanziellen Ziele. Die Produktion von Trophäenträgern und das Aufstellen von Zäunen gehören nicht zu den Zielen des LFB. [...] Diese Ziele stehen nicht zur Diskussion.“
Potenzielle Konflikte mit Jägerschaften und Hegegemeinschaften sind vermutlich unvermeidbar. Landesforstchef Rüdiger Schubert dazu: „Wenn es [...] mit den Jagdbehörden oder Hegegemeinschaften Probleme gibt, sind diese umgehend an die Betriebsleitung oder ihm zu melden. Ich werde eine Lösung herbeiführen.“
Der gelobte „Brandenburger Weg“, der ein konstruktives Miteinander von Wald und Wild vorsieht, scheint für die Forstriege kein Thema mehr zu sein: Abschüsse nach oben korrigieren, Rehbockjagd bis Ende Dezember und ein Mindest-Abschusspläne für Rehwild, so die neue geplante „Durchführungsverordnung Jagd“. Die neuen Ziele verdeutlichte Schubert „eindrucksvoll“ mit einer auf der Tagung verteilten Bildcollage. Im Editorial der aktuellen unseren Jagd 5/2012 bezieht Chefredakteur Michael Cosack Stellung zu dem Sachverhalt.
BS

Das vollständige Protokoll der Dienstberatung finden Sie hier.

Das "Brandenburger Waldprogramm 2011" finden Sie hier.

Die "Waldvision 2030" finden Sie hier.

Eine Präsentation über Zusammenarbeit zwischen MIL und LFB finden Sie hier.

Die Bildcollage von Landesforstchef Schubert finden Sie hier.

Die Abschusszahlen des LFB aus dem Jagdjahr 2011/2012 finden Sie hier.


Einen offenen Brief des LJV Brandenburg an
Ministerpräsident Matthias Platzeck finden Sie hier.