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Waffenmitnahme bei Auslandsjagden

am
Donnerstag, 30.10.2014 - 08:27
Beamte prüfen bei der Ausreise die waffenrechtlichen Dokumente.  Foto: Bundespolizei © Bundespolizei
Beamte prüfen bei der Ausreise die waffenrechtlichen Dokumente. Foto: Bundespolizei

Bei Jagdreisen innerhalb der EU spielt das Zollrecht keine Rolle. Anders ist es bei Jagdreisen in Schengen- sowie Drittstaaten. Hier muss der Reisende eine mündliche Ausfuhranmeldung abgeben – und zwar bei Ausreisezollamt.
Weiterhin sollte er – in erster Linie bei der Wiedereinreise – dokumentieren können, dass die mitgeführte Jagdwaffe inklusive Zielfernrohr, das hochwertige Fernglas oder auch die Videokamera als zollrechtliche „Rückware“ wieder mitgebracht worden ist und somit einfuhrabgabenfrei sind.
Als Nachweis dieser Eigenschaft dient zum einen das INF3, welches auch als Dauerdokument ausgestellt werden kann. Eine zweite Möglichkeit ist die „Vereinfachte Nämlichkeitsbescheinigung im Reiseverkehr“ – siehe Muster. In dieses Formular werden die jeweiligen „Waren“ eingetragen und es dann beim Ausreisezollamt (amtl. Ausgangzollamt) vorgelegt.
Zwar wird von Jagdreisenden berichtet, dass Zollbeamte allenfalls sporadisch nach diesen Belegen fragen, im Fall der Fälle erspart man sich jedoch gegebenenfalls langwierige Diskussionen mit den Beamten vor Ort. Denn: Die WBK reicht als Nachweis dieser „Rückwareneigenschaft“ nicht aus.
JD

Die "Nämlichkeitsbescheinigung" im PDF-Format finden Sie hier.


Übersicht Jagdreise mit vorübergehender Waffenmitnahme

EU

Schengen

Drittland


Zollrecht





mündliche Ausfuhranmeldung


mündliche Ausfuhranmeldung


Waffenrecht


Ausreise EFP
Einreise WBK

Ausreise EFP
Einreise WBK


Aus- u. Einreise WBK


Außenwirtschaftsrecht




(Ausnahme Liechtenstein)


WBK