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Unfall-Ursache Nr. 1

Hornissennester in jagdlichen Einrichtungen stellen eine erhebliche Gefahr für Jäger dar. <div align="right"> Foto: Heinrich Hachmann</div>
Die Unfallursachen und Fallzahlen von Jagdunfällen aus dem Bereich der LBG Niedersachsen-Bremen. Grafik: LBG Niedersachsen-Bremen

Die Unfallursachen und Fallzahlen von Jagdunfällen aus dem Bereich der LBG Niedersachsen-Bremen. Grafik: LBG Niedersachsen-Bremen

Die Auswertung der Unfälle aus dem Jagdbereich zeigt, dass in den letzten Jahren die schweren und somit auch kostenintensiven Unfälle im Zusammenhang mit dem Gebrauch von jagdlichen Einrichtungen stehen. Darauf hat Jürgen Meyer in einer Pressemitteilung der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) Niedersachsen-Bremen hingewiesen.
In diesem Zusammenhang wird eindringlich daran erinnert, das Frühjahr zu nutzen, um Ansitzböcke, Leitern, Hochsitze und andere Ansitzeinrichtungen auf ihre Standsicherheit und auf die Stabilität der einzelnen Bauteile zu überprüfen und gegebenenfalls auszubessern. Unbrauchbare Einrichtungen sind unverzüglich abzureißen und zu entsorgen. Verantwortlich hierfür sind stets die Revierinhaber. Dennoch ist auch jeder Jäger angehalten, beim Besteigen einer jagdlichen Einrichtung Stabilität und Standsicherheit selbst zu prüfen.

Bemerkenswert ist die Häufigkeit, mit der Insektenstiche eine Rolle spielen (siehe Grafik). Insbesondere geschlossene, wenig frequentierte Kanzeln werden gern von Insekten wie Wespen oder gar Hornissen angenommen und bezogen. Dort kommt es dann oft zum unverhofften Aufeinandertreffen von Mensch und Insekt auf engstem Raum mit beiderseitigen "Überreaktionen".
Nicht nur aus diesem Grund ist selbst nach fachkundiger Frühjahrskontrolle weiterhin mit besonderen Gefährdungen beim Benutzen von jagdlichen Einrichtungen zu rechnen. LBG/RJE