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Tipps rund um die Borreliose-Impfung für Hunde

Am liebsten stöbert er durch das Unterholz, aber Herrchen hat Bedenken. Wegen der Zecken! Foto: Virbac © Virbac

Impfungen sind für viele Hundehalter ein heikles Thema und werden unter Tierhaltern oft kontrovers diskutiert. Virbac Tierarzneimittel GmbH möchte daher Irrtümer rund um die Borreliose und die Impfung aufdecken und häufige Fragen zu der Impfung beantworten.

Eine Impfung brauchen wir nicht, weil unser Hund schon Borreliose hatte! Ein Hund, der bereits an Borreliose erkrankte, ist nicht immun gegen eine Neuinfektion. Mehrfachinfektionen sind möglich, sogar innerhalb eines Jahres. Zwar können nach einer Infektion Antikörper nachgewiesen werden, doch diese sind nicht in der Lage, eine Neuinfektion zu verhindern.

Es gibt in Deutschland so viele unterschiedliche Borreliose-Erreger, da ist die Impfung ein Tropfen auf den heißen Stein! In der Tat gibt es beispielsweise in den USA nur einen Erreger, während in Deutschland viele unterschiedliche Borreliose-Spezies bekannt sind. Aus diesem Grund enthält der neue Hundeimpfstoff gegen Borreliose mehrere Erregerarten, um eine möglichst breite Abdeckung zu erreichen. So sind für diesen Impfstoff die beiden häufigsten hier vorkommenden Borreliose-Spezies Borrelia afzelii und Borrelia garinii gewählt worden. Dadurch kann eine Abdeckung von 80 % aller hier vorkommenden Borrelien erreicht werden. Das ist die bisher höchste Rate, die durch eine Impfung gegen Hundeborreliose erreicht werden konnte.

Komplikationen durch eine Impfung möchte ich meinem Tier lieber ersparen! Keine Impfung hat eine Erfolgsrate von 100%, sowie auch eine Behandlung nicht immer einen Erfolg garantieren kann. Trotzdem ist eine Impfung gerade für Hunde, die viel draußen unterwegs sind, sinnvoll, denn der zu erwartende Nutzen, also der Schutz vor einer Infektion mit Borreliose ist um Größenordnungen höher als das Risiko von Nebenwirkungen. Diese Nutzen-Risiko-Abwägung ist ein zentrales Kriterium für die Zulassung eines Medikaments. Dies gilt besonders für Impfstoffe, die im Gegensatz zu den meisten anderen Medikamenten einem gesunden Tier gegeben werden, um eine Infektion oder Erkrankung zu verhindern.

Wir wohnen mitten in der Stadt. Hier gibt es keine Zecken! Diese Annahme ist falsch. Auch die Parks der Städte, in denen oft viele Hunde unterwegs sind, hat sich die Zecke als Lebensraum erobert. Die Gefahren im Stadtpark sind also ebenso vorhanden wie im Wald.

Die Zecke überträgt auch andere Erkrankungen, gegen die die Impfung nicht wirkt! Das ist richtig. Zecken können neben den Borrelien auch andere Erreger übertragen. Allerdings ist die Borreliose die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung bei Hund und Mensch. Weitere übertragene Erkrankungen, wie zum Beispiel die Frühsommer-Menigoenzephalitis (FSME), eine ernst zu nehmende Infektion beim Menschen, scheint beim Hund nach aktuellem Wissensstand aber nur eine sehr untergeordnete Rolle zu spielen.

Mein Hund hat Borreliose. Eine sofortige Impfung kann die Erreger zerstören! Kranke Hunde sollten generell nicht geimpft werden. Ist der Hund schon erkrankt, muss zunächst eine entsprechende Behandlung mit einem Antibiotikum erfolgen. Da Hunde auch durch eine überstandene Erkrankung nicht vor erneuter Infektion geschützt sind, sollte anschließend über eine Impfung und Zeckenprophylaxe nachgedacht werden. Die Impfung hat aber keine Wirkung gegen eine bereits bestehende Erkrankung!

Die Zeckenzeit hat begonnen und meine Hündin ist trächtig. Impfen können wir jetzt nicht mehr! Mit dem neuen Impfstoff kann die Hundedame noch bis zu zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ohne Gefahr für die Welpen geimpft werden.

Weitere Informationen darüber, welcher Borreliose-Impfstoff am besten geeignet ist, erhalten Hundebesitzer bei ihrem Tierarzt.

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