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Tipps für Jäger: Schäden durch Raubwild und Greifvögel vermeiden

Thomas Fuchs
am
Freitag, 15.04.2022 - 14:07
Die Verluste von Hühnern und deren Eiern durch Füchse oder Greife werden Hühnerhaltern nicht ersetzt. © Thomas Fuchs
Die Verluste von Hühnern und deren Eiern durch Füchse oder Greife werden Hühnerhaltern nicht ersetzt.

Zur Vorbeugung

  • Bäume in der Nähe von Hühnerställen sind ideale Anwarten für Greifvögel wie z.B. Habichte.
  • Freigehege von Geflügel sollte eingezäunt sein, möglichst auch nach oben gegen „Luftangriffe“.
  • Abends wird Geflügel in einen Stall eingesperrt.
  • Der Stall ist gegen Raubsäuger zu sichern – auch gegen kletternde Waschbären und Marder.

Bei Riss oder Rupfung

  • Habichte rupfen Federn mit Kielen aus. Füchse beißen Federn mit Kielen hingegen ab.
  • Der Abstand der Fangzähne beträgt beim Fuchs ca. 24 mm, beim Steinmarder sind es 12 mm.

Vergrämung und Fang

  • Ziegen integrieren sich gut in Hühnergruppen und schrecken Greifvögel ab.
  • Hähne schrecken Bussarde ab.
  • Krähen hassen auf Greifvögel.
  • Lebendfallen in Freigehegen und im Stall können Raubsäuger wie Waschbären anlocken und fangen.

Rechtliches

  • Totes Hausgeflügel ist kein Wildschaden.
  • Liegt das Gehege im befriedeten Bezirk, darf darin nicht geschossen werden.
  • Greifvögel sind jagdbares Wild, aber ganzjährig geschont.
  • Jagdgesetze lassen vereinzelt Ausnahmen zu.

Auf Ausnahmeregelungen drängen

  • Die Hege ist so durchzuführen, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Nutzung möglichst vermieden werden.
  • Das Bundesjagdgesetz ermächtigt die Länder Schonzeiten für einzelne Jagdbezirke aufzuheben und Jagdzeiten festzusetzen.
  • Mit Rücksicht auf die Interessen der Landwirtschaft kann die zuständige Behörde bei schwerer Schädigung der Landeskultur unabhängig von Schonzeiten anordnen, dass der Jagdausübungsberechtigte in bestimmtem Umfang den Wildbestand zu verringern hat.