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Spargel: Köstliche Rezepte mit Wildfleisch

Ira König
am
Freitag, 10.04.2020 - 07:42
Spargel-Erbeeren-Baerlauch © Ira König
Das passt: Erdbeeren, Spargel und Bärlauch lassen sich perfekt zu einem Frühlingsmenü zusammenfügen.

Es kann schließlich kein Zufall sein, dass Maibocksaison und Spargelernte in die gleiche Zeit fallen, oder? Trotzdem werden einige von Ihnen sagen: Die traut sich aber was – Spargel zu Wild? Das geht doch gar nicht. Das stimmt aber so natürlich nicht!

Zugegeben, ich verlasse bei meinen Rezepten die klassische Zubereitungsmethode, also das Kochen des Spargels in Wasser. Ich brate ihn viel lieber in der Pfanne. Schon allein diese Art der Zubereitung sorgt für ein kräftigeres Aroma des edlen Gemüses. Der Markt bietet Ihnen die Wahl zwischen weißem und grünem Spargel. Die beiden Brüder unterscheiden ein paar Details: Der weiße hat ein zartes blumiges Aroma, der grüne schmeckt etwas kräftiger und hat eine leicht nussige Note. Außerdem müssen weiße Spargelstangen ganz geschält werden, grüne nur im unteren Drittel. 

Weniger Schälarbeit bei Thai-oder Minispargel

Noch weniger Schälarbeit haben Sie übrigens mit Thai- oder Minispargel. Die Stangen müssen nur gewaschen und die Enden gekürzt werden. Manchmal haben die Händler auch violette Spargelstangen im Angebot. Dieser Spargel hat auch Sonnenlicht abbekommen und ist geschmacklich etwas kräftiger als sein weißer Kollege – verwenden kann man ihn aber genauso.

Am besten frisch genießen

Spargel sollte übrigens nur im Notfall gelagert werden – denn am besten schmeckt er frisch. Falls es doch einmal sein muss, dann die Stangen in einem feuchten Küchentuch einschlagen und im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Für einen Spargelvorrat können die Stangen auch eingefroren werden.

Und das geht so: Spargel waschen, schälen und die Enden abschneiden. Stangen sorgfältig trocken tupfen und auf einem Tablett nebeneinander vorgefrieren. Dann erst in einen Gefrierbeutel füllen und im Gefrierfach lagern. Wie bereits erwähnt, muss der weiße Spargel komplett, der grüne im unteren Drittel geschält werden. Für ein gutes Ergebnis reicht schon ein handelsüblicher Sparschäler. Allerdings gilt beim Spargelschälen: Lieber großzügig sein! Nichts trübt den Genuss am Tisch mehr als schlecht geschälte, holzige Gemüsestangen im Äser.

Spargel-schaelen © Ira König

Spargel neigt zum Verholzen. Schälen ist also Pflicht!

Angedünsteter Bärlauch ist bekömmlicher

Heiß erwartet und geliebt sind die aromatischen Frühlingsboten Spargel, Erdbeeren und Bärlauch. Im Mai treten sie zusammen auf das kulinarische Parkett und stillen unsere Lust auf Frisches aus der Heimat. Scheuen Sie sich nicht, sie in einem Menü zu kombinieren! Den kräftigen Duft des Bärlauchs kann man manchmal schon ab März in Wäldern, Parks und Gärten riechen. Er wächst gerne an schattigen, feuchten Plätzen, und das so üppig, dass im Wald oft große Bärlauchteppiche zu sehen sind. Doch Vorsicht beim Sammeln: Die Blättchen können mit den giftigen, neutral riechenden Blättern der Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt werden. Deshalb immer die Nase entscheiden lassen – oder beim Gemüsehändler kaufen. Für empfindliche Esser den Bärlauch vorher andünsten – so wird er bekömmlicher.

Verführerische Erdbeeren

Zu den kleinen Süßen kann man nicht mehr viel sagen, außer: Bitte mehr davon! Die Mini-Aromabomben können nämlich nicht nur Torte, Kuchen und Dessert. Auch mit zartem Frühlingsgemüse vertragen sie sich bestens. Probieren Sie ruhig auch mal einen Spargelsalat mit frischen Erdbeeren und Orangen-Vinaigrette – köstlich!

Außergewöhnliche Spargel-Rezepte mit Wildfleisch

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