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Schwarzwildübungsgatter: Was muss ich beachten?

Hund-im-Schwarzwildübungsgatter © Markus Werner

Steigende Schwarzwildstrecken und die Angst vor dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest sind mitunter auch ein Grund, dass hierzulande immer mehr Schwarzwildübungsgatter eröffnet werden. Wir haben die wichtigsten Fragen dazu zusammengefasst.

Wo gibt es Schwarzwildübungsgatter?

In Deutschland und der Schweiz gibt es mittlerweile einige Schwarzwildübungsgatter. Weitere Infos zu den Gattern entnehmen Sie der Karte.

Was kostet der Besuch im Schwarzwildübungsgatter?

Für einen Besuch im Schwarzwildübungsgatter fallen in der Regel Kosten zwischen 20 und 30 Euro an. Die genauen Preise für den Übungstag erfragen Sie beim jeweiligen Gatter.

Der Hund hat den Keiler gestellt. © Eike Mross

Übung macht den Meister: Der Hund hat die Sau gestellt.

Darf ein Jagdhund ohne Papiere ins Schwarzwildgatter?

In den meisten Schwarzwildübungsgattern benötigt der Hund eine JGHV-Ahnentafel, es gibt jedoch Ausnahmen, wie z.B. in Fahrnbach (Bayern), wo eine Ausbildung auch ohne Papiere möglich ist. Der Hund muss jedoch einer Rasse/ Mix angehören, die zur Brauchbarkeitsprüfung zugelassen ist.

Welche Unterlagen benötige ich für das Training im Schwarzwildgatter?

Neben dem gültigen Jagdschein des Hundeführers und dem Impfausweis des Hundes, muss in den meisten Übungsgattern auch die Ahnentafel sowie Prüfungszeugnisse sowie Eigentumsnachweise vorgelegt werden. Ist der Hundeführer nicht der Eigentümer des Hundes, so muss eine Vollmacht des Eigentümers erbracht werden. Auch die Vorlage von Dokumenten zu Übungen und Prüfungen in anderen Saugattern kann verlangt werden.

Ab wann soll der Hund ins Schwarzwildübungsgatter?

Einige Züchter suchen bereits mit dem Wurf in der 8-10 Woche ein Prägungsgatter/ Welpengewöhnungskorridor auf, um den Jagdhunden den Erstkontakt zu Schwarzwild schon früh zu ermöglichen und Aussagen über das Verhalten der Welpen treffen zu können. Ansonsten ist mit circa einem halben Jahr ein guter Zeitpunkt, um den Junghund an die Arbeit an Sauen heranzuführen.

Warum das Training im Saugatter?

Wahre Naturtalente fallen nur selten vom Himmel, daher ist es wichtig, dass Jagdhunde an die Arbeit am Schwarzwild langsam und mit Verstand herangeführt werden. Unter kontrollierten Bedingungen und an hundeerfahrenen Sauen kann der Jagdhund die Arbeit am Schwarzwild erlernen. Auch der Führer bekommt so einen guten Eindruck von seinem Vierbeiner.

Muss mein Hund eine Schlagschutzweste tragen?

In einigen Schwarzwildübungsgattern ist das Tragen einer Schlagschutzweste Pflicht. Ansonsten liegt es im Ermessen des Hundeführers. Es empfiehlt sich aber, es genauso handzuhaben, wie es auch im realen Jagdgeschehen passiert. Wird der Hund mit Weste bei der Jagd eingesetzt, so sollte er diese auch im Übungsgatter tragen.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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