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Auf Mähnenschaf in Spanien

Foto: CS


Biologie Mähnenspringer (Ammotragus lervia)
Name: Mähnenschaf, Mähnenziege, Mähnenspringer, Afrikanischer Tur, Berberschaf, Arrui (Spanisch), Barbary Sheep (Englisch)
Ordnung: Paarhufer
Unterordnung: Wiederkäuer
Familie: Hornträger
Unterfamilie: Ziegenartige
Art: Mähnenspringer
Bemerkung: Auch wenn die Wildart in der Regel als Mähnenschaf bezeichnet wird, gehört sie zu den Ziegenartigen. Den Zusatz Schaf bekamen die Stücke wegen ihrer Stirnwaffen, die an Schafe erinnert. Doch Habitus, der unbehaarte Unterschwanz sowie die fehlenden Vorderaugendrüsen stellen sie den Ziegen näher als den Schafen (Quelle: Urania Tierreich).
Merkmale: Lehmfarbene bis rötliche Decke, Böcke und Geißen tragen an Kinn und Vorderbrust eine auffällige Mähne, wobei die der Böcke deutlich stärker ausgebildet ist. Bemerkenswert sind auch die langen Haarmanschetten an den Vorderläufen der Stücke. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 1,50 bis 1,70 Meter, die Schulterhöhe 75 bis 115 Zentimeter. Ausgewachsene Böcke bringen bis zu 120 Kilogramm auf die Waage, Geißen sind mit 80 Kilogramm deutlich schwächer.
Äsung: Flechten. Blätter, Gräser. Beide Geschlechter tragen Hörner, wobei die der Böcke deutlich kräftiger und länger werden (bis 80 cm). Mähnenschafe leben in Gruppen zusammen. Die Brunft findet im Oktober bis November statt. Im Frühjahr werden dann zwei Kitze gesetzt, manchmal auch drei.
Besonderheiten: Mähnenspringer kommen sehr lange ohne Wasser aus und stellen wenig Ansprüche an ihre Äsung. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse und der günstigen Lebensbedingungen (Äsung, Wasser etc.) in Spanien setzen Mähnenspringe oft drei Kitze. Mähnenschafe äugen ausgesprochen gut und sind exzellente Kletterer


Artenschutz: Arruis einen Wert gegeben
Auswilderungsaktionen vor 30 Jahren (Spanien) und der „Trophäenjagd“ ist es zu verdanken, dass es dieses Wild heute noch beziehungsweise wieder in solch hohen Besätzen gibt. Ursprünglich kamen Mähnenspringer, auch Berberschafgenannt, nämlich nur in -felsigen Regionen Nordafrikas (Marokko, Ägypten, Sudan etc.) vor. In den genannten Ländern ist es jedoch schon lange nicht mehr möglich, Mähnenspringer zu bejagen. Schutzbemühungen Marokkos lassen zumindest hoffen, dass diese interessante Wildart nicht vom afrikanischen Kontinent verschwindet. Als Jagdländer kommen derzeit lediglich Spanien, Kroatien, Südafrika und die USA (Texas, -Kalifornien, New Mexiko) infrage, wobei Spanien und Kroatien für deutsche Jäger sicher die interessantesten sind. In einigen Regionen Spanien sind die Bestände inzwischen sogar so stark angewachsen, dass der Abschuss weiblicher Stücke forciert wird, um Schäden an der Vegetation (Verbiss) zu verhindern.
CS






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