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Kauf ausgebildeter Jagdhunde

Foto: Dieter Hupe © Dieter Hupe


Mittlerweile werden das ganze Jahr über Jagdhunde zum Verkauf angeboten - ein Blick in den Anzeigenteil der Jagdzeitschriften zeigt die Vielfalt der „Kandidaten“. Nach abgeschlossener Ausbildung und Prüfung ist das Angebot gerade bei den Vorstehhunden (meist 1,5 bis 2 Jahre alt) im Herbst besonders groß. Wer jetzt die Entscheidung für einen „Hund mit Prüfung“ trifft, hat also gute Chancen, in den letzten Monaten des Jahres mit einem vierbeinigen Jagdhelfer durch das Revier zu streifen.

Es versteht sich von selbst, dass dieser seine jagdliche Brauchbarkeit nachgewiesen hat (unterschiedliche Bestimmungen in den Bundesländern beachten!). Bevor ein Jagdhund tatsächlich ins Haus kommt, sollten jedoch einige grundsätzliche Fragen geklärt sein: Ist auch Ihre Familie von der Idee begeistert, „Nachwuchs mit vier Pfoten“ zu bekommen? Wie kann der „Neuerwerb“ in das Familienleben integriert werden? Ist ein regelmäßiger jagdlicher Einsatz für Ihren Vierbeiner sichergestellt? Passt der vorgesehene Jagdhund zu Ihren jagdlichen Möglichkeiten? Hunde haben eine (nach Rassen unterschiedliche) mittlere Lebenserwartung von zehn bis 15 Jahren. In dieser Zeit wird Ihnen Ihr Vierbeiner viel Freude bereiten und zu jagdlichen Erfolgen verhelfen, aber er wird Sie auch fordern.
Wollen Sie sich diesen Herausforderungen stellen - jagdlich, körperlich, zeitlich und auch finanziell? Auch Zeit und Zuwendung wird Ihr neuer Hausgenosse brauchen, wenn er bei Ihnen eingezogen ist: Zum Eingewöhnen sollten Sie ihm viel mehr als nur ein langes Wochenende in der neuen Umgebung gönnen, damit er echte Bindungen an sein neues „Rudel“ entwickeln kann. Für Ihren Hund ist dies auch Voraussetzung dafür, Sie als neuen „Meuteführer“ anzuerkennen und Ihnen sein Leistungsvermögen anzubieten. Lassen Sie sich bei Ihrer Suche nach einem geeigneten Vierbeiner von einem fachkundigen Jagdfreund begleiten. DH


Auswahl der wichtigsten Abkürzungen auf dem Hundemarkt
AH:

Armbruster – Haltabzeichen (Gehorsam am Hasen)

AT:

Ahnentafel

AZP:

Alterszuchtprüfung

BP:

Brauchbarkeitsprüfung

Btr:

Bringtreue-Prüfung (Fuchs)

D:

Derby
DGStB:

Deutsches Gebrauchshund-Stammbuch

FS I:

Verbands-Fährtenschuhprüfung (20 Std.-Fährte) bestanden, 1. Preis
g:

gut

sg:

sehr gut

gen:

genügend

gew.:
geworfen, gewölft

GP:

Gebrauchsprüfung HZP:

Verbands-Herbstzuchtprüfung (o./m. Sp = ohne/mit Spurarbeit) / oder HN:

Härtenachweis


IKP:

Intern. Kurzhaar-Prüfung JEP:

Jagdeignungsprüfun JGP/R:

Jagdgebrauchsprüfung/Retriever j:

aus jagdlicher Zucht JP:

Jugendprüfung JGHV:

Jagdgebrauchshundverband

KS:

Kurzhaarsieger

LZ:
Leistungszucht

m:

mangelhaft

PO:

Prüfungsordnung

Sw I:

Verbands-Schweißprüfung (20 Std.-Fährte) bestanden, 1. Preis

Sw II:

Verbands-Schweißprüfung (20 Std.-Fährte) bestanden, 2. Preis

Sw/III:

Verbands-Schweißprüfung (40 Std.-Fährte) bestanden, 3. Preis

S:

Solms (Herbstzuchtprüfung des DK-Verbandes)

SchwhN:

Schweißprüfung auf natürlicher Wundfährte

Vbr:

Verlorenbringer (Hase oder Fuchs)

VJP:

Verbands-Jugendprüfung

VJP 67 P:

Verbands-Jugendprüfung mit 67 P. bestanden

VGP:

Verbands-Gebrauchsprüfung (VGP/TF = mit Tagfährte, VGP/ÜF = mit Übernachtfährte)

VGP I:

VGP bestanden, I. Preis

VPS:

Verbandsprüfung nach dem Schuß

VFSP:

Verbands-Fährtenschuhprüfung

VSwP:

Verbands-Schweißprüfung

VZPO:

Verbands-Zuchtprüfungsordnung

VGPO:

Verbands-Gebrauchsprüfungsordnung

VGPO:

Wurftag

wdl:

waidlaut

WP:

Wasserprüfung

ZPO:

Zuchtprüfungsordnung