Home Praxis Jagdhund gestorben – Was ist zu tun?

Jagdhund gestorben – Was ist zu tun?

Alter Labrador im sterben © methaphum - stock.adobe.com

Der Abschied eines geliebten Jagdbegleiters fällt nie leicht.


Ob nach einem erfüllten, langen Leben oder viel zur früh – wenn der Jagdhund stirbt ist die Trauer groß. Doch nach dem Ableben des Vierbeiners ist einiges zu beachten.

Darf ich meinen Hund im Wald begraben?

Viele Hundebesitzer wollen ihren Hund an seiner Lieblingsstelle begraben – oftmals an einer schönen Stelle im Revier. Doch die Beerdigung von Hunden im Wald oder Feld ist verboten. Nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz ist das Vergraben des toten Hundes eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro belegt werden.

Darf ich meinen Hund im Garten begraben?

Als letzte Ruhestätte für den Vierbeiner wählen viele Jagdhundeführer einen schönen Platz im heimischen Garten. Das ist prinzipiell erlaubt, doch es gibt dabei einiges zu beachten. Kleine Hunde dürfen im Garten begraben werden, bei größeren Hunden (z.B. Deutsch Drahthaar) ist dies schwieriger und sollte mit dem zuständigen Veterinäramt abgeklärt werden. Nicht erlaubt ist die Beerdigung des Hundes in einem Garten, der in einem Natur- oder Wasserschutzgebiet liegt. § 27 Abs. 3 TierNebV gibt des Weiteren an, dass das Grab mit einer mindenstens 50cm hohen Erdschicht (gemessen vom Rand der Grube) bedeckt sein muss. Auch darf der Hund nicht "in unmittelbarer Nähe" zu öffentlichen Plätzen und Wegen vergraben werden.

Kann ich meinen toten Hund beim Tierarzt lassen?

Wird der Hund beim Tierarzt eingeschläfert, kann man ihn auch über die Arztpraxis durch eine Tierkörperbeseitigungung entsorgen lassen. Dies ist kostenpflichtig. In einigen Städten gibt es auch Abgabestellen, bei denen man seinen toten Hund abgegeben kann. Der Hund wird dann "weiterverarbeitet", bspw. "verstromt" zur Energiegewinnung.

Kann ich meinen Hund einäschern lassen?

Immer mehr Krematorien bieten eine Feuerbestattung für Hunde an. Dabei kann oftmals zwischen einer Einzelkremierung, dabei erhält der Hundeführer die Asche des Hundes zurück oder eine Gemeinschaftskremierung, dabei wird der Hund mit anderen Tieren zusammen verbrannt, gewählt werden. Die Kosten, in der Regel richten sie sich nach dem Gewicht des Hundes und können mehrere Hundert Euro betragen.

Gibt es Tierfriedhöfe?

In immer mehr Gemeinden und Städte wird die Möglichkeit angeboten, den Hund auf einem Tierfriedhof begraben zu lassen. Der Hund wird dabei in der Urne entweder in einem Einzel- oder in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Wie bei einem Menschengrab variieren die Kosten dabei nach Größe, Art, Liegezeit etc. 

Wo muss ich meinen Hund abmelden?

Verstirbt der Hund, muss der Hund bei der zuständigen Kommune von der Hundesteuer abgemeldet werden. Dazu wird, neben dem Sterbedatum und der Hundesteuermarke, auch oftmals eine Bescheinigung über den Tod des Hundes durch den Tierarzt verlangt. Vergessen Sie auch nicht, den Hund bei den Versicherungen (z.B. OP-Versicherung) abzumelden.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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