Home Praxis Internationale Bundes-HZP Kleine Münsterländer

Internationale Bundes-HZP Kleine Münsterländer

(v.l.) Der Zweitplatzierte G.W.Gessink mit „Mira v. Grenzwall“ neben Suchensieger und bestem Feldhund. Foto: Dieter Hupe © Dieter Hupe

Gruppe vollständig? Abfahrt!“ 28 Mal nutzte Prüfungsleiter Josef Westermann dieses Kommando, ehe alle Gespanne auf die Reviere verteitlt waren. Geprüft wurde dann nach der bekannten Prüfungsordnung des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV). Außergewöhnlich war aber die Vielzahl der Meldungen: Nahmen an der Prüfung vor zwei Jahren gerade 30 Gespanne teil, wollten bei der „Geburtstagsprüfung“ in diesem Jahr gleich 84 Führer und Hunde starten, darunter auch Gespanne aus Dänemark und den Niederlanden. Sie und die aus Österreich und Belgien angereisten Richter verdeutlichten dabei den internationalen Rang dieser HZP, zu der sogar „Schlachtenbummler“ aus Japan und den USA gekommen waren. Die weite Reise hatte sich gelohnt - erstmals in der KLM-Verbandsgeschichte wurde in einer auf die HZP-Fächer folgenden Paarsuche auch der beste Feldhund ermittelt.

Beste Bedingungen

Für die Organisation vor Ort war die Landesgruppe Westfalen-Lippe zuständig. Deren Vorsitzender, Dr. Christian-Wenzel Scholz, hatte sich mit seinen Helfern um beste Reviere bemüht. Die Anstrengungen trugen Früchte: Führer und Richter kamen bei der Suche überall durchweg schnell an Wild und die Hunde zum Vorstehen. Für die Wasserarbeit standen sechs anspruchsvolle Prüfungsgewässer zwischen Borken und Lienen zur Verfügung. Bei maximal drei Hunden je Gruppe waren die Prüfungsfächer meist schon am frühen Nachmittag absolviert. Diese Rahmenbedingungen wirkten sich auch positiv auf die Ergebnisse aus: 30 Hunde erzielten mit zum Teil hervorragenden Leistungen mehr als 180 Punkte - ein glattes „sehr gut“ im Schnitt aller Fächer. Suchensieger wurde Ludger Schulte mit seiner KlM-Hündin „Paula vom Forstweg“ (194 Pkte.). Den Wettbewerb um den besten Feldhund konnte schließlich der Drittplatzierte Wolfgang Eckert mit „Queen vom Buchenberg“ (191 Pkte.) vor Arnd Ostmann mit „Benny vom Sonnenhügel“ für sich entscheiden. Das anschließende Jubiläumsprogramm endete am Samstag mit einem großen Festabend nach Besuchen von DJV-Präsident Hartwig Fischer und LJV-Vize Dr. Hermann Hallermann. Am Sonntag hieß es dann endlich für den Prüfungsleiter: „Bundes-HZP beendet, Heimreise!“
Dieter Hupe

Die Ergebnisliste als PDF-Dokument finden Sie hier.