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Hundesteuer: Was man über die Abgabe wissen muss - Wilmas Woche

Leonie-Engels © Leonie-Engels
Leonie Engels
am
Dienstag, 07.06.2022 - 09:21
Marke © LE
Die Steuermarke muss am Halsband oder Geschirr des Hundes getragen werden.

Der Rauhaardackel "Wilma" lebt jetzt gut zwei Monate bei mir. Mit der Anschaffung eines Hundes, ist jeder dazu verpflichtet, den Vierbeiner bei der Gemeinde für die Hundesteuer anzumelden.

Was muss ich also als Hundehalter über die Hundesteuer wissen?

Was ist die Hundesteuer?

Die Hundesteuer zählt zu den Aufwandsteuern und ist eine öffentlich-rechtliche Abgabe, der keine bestimmte Leistung gegenübersteht. Jeder steuerpflichtige Hundehalter muss diese Zahlung vornehmen, welche durch die Kommunen erhoben wird.

Dabei beruht die Rechtsgrundlage auf die jeweilige kommunale Hundesteuersatzung, die ihrerseits auf dem Kommunalabgabengesetz des Bundeslandes beruht. Kurz gesagt: je nach Stadt und Kommune ist die Höhe der Hundesteuer verschieden. In sehr wenigen Gemeinden in Deutschland wird keine Hundesteuer erhoben.

Der Steuersatz variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Im Jahr 2015 stellte die Stiftung Warentest in einem Vergleich von 70 Gemeinden fest, dass sich die Beträge zwischen 0 und 189 Euro pro Jahr unterscheiden. Für bestimmte Hunderassen, wie Listenhunde (dazu gehören sogenannte "Kampfhunde") gibt es einen stark erhöhten Steuersatz. So verlangen einige Städte sogar 1.000 Euro pro Jahr für einen gelisteten Hund.

Gibt es eine Steuerermäßigung oder Befreiung?

Hunde mit speziellen Aufgaben, wie zum Beispiel Blinden- oder Assistenzhunde, können von der Hundesteuer befreit werden. Jagdhunde sind in der Regel nicht von der Hundesteuer befreit. Das ist aber je nach Gemeinde unterschiedlich. Am besten einmal direkt in der Kommune nachfragen.

Was passiert, wenn ich meinen Hund nicht anmelde?

Wer die Anmeldung versäumt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das Bußgeld kann bis zu 10.000 Euro betragen. In der Öffentlichkeit müssen die Hunde eine Steuermarke am Halsband tragen.

Was wird mit der Hundesteuer gezahlt?

Oft wird geglaubt, dass die Hundesteuer dazu verwendet wird, um die Reinigung der Hinterlassenschaften der Tiere zu bezahlen. Die Einnahmen fließen meist in den allgemeinen Haushaltstopf der Gemeinde. Die Hundesteuer ist nicht zweckgebunden.

Die Marke sollte stets getragen werden. Kann nachgewiesen werden, dass der Hund nicht gemeldet ist, kommen auf den Halter hohe Geldstrafen zu.

Grunderziehung und Basisarbeit

In der vergangenen Woche habe ich weiter an der Grunderziehung und Basisarbeit mit "Wilma" geübt. Neben unseren täglichen Übungen musste "Wilma" in dieser Woche besonders geduldig sein und das „Warten“ üben. Der Fokus lag die Tage auf ihrem Golden Retriever - Kumpel "Freddy". Den dreijährigen Rüden bereite ich gerade auf die Verbandsschweißprüfung vor. Heißt im Klartext: 1.000 Meter Schweißfährte legen, mindestens 20 h liegen lassen und dann arbeiten. "Freddy" macht seinen Job bislang sehr gut. Für "Wilma" habe ich ebenfalls kurze Fährten gelegt, die sie mit viel Freude nachgeht. Dazu aber später mehr…

Begleitet die kleine „Wilma“ wöchentlich in ihrem Leben vom Welpen zum Dackel – mit freundlicher Unterstützung von AKAH.


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