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Hundebox fürs Auto: So transportieren Sie ihren Hund sicher

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Sonntag, 06.12.2020 - 07:00
Hundebox-im-Kofferraum © Eva Grun
Gesichert in einer stabilen Transportbox: So reisen Hunde am sichersten.

Unsere Jagdhunde sind unsere täglichen Begleiter – egal ob im Alltag oder bei der Jagd. Dabei ist der Transport im Auto oft unumgänglich. Doch wie nehme ich meinen Hund im Fahrzeug mit, so das Hund und Fahrer sicher unterwegs sind? Und welche rechtlichen Anforderungen müssen beachtet werden?

Allgemeine Informationen zum Transport von Hunden

Laut der StVO gilt ein Hund im Auto als Ladung und muss entsprechend gesichert werden. Transportiert man den Hund ungesichert und wird dabei erwischt, kann ein Bußgeld zwischen 35 und 75 Euro drohen. Bei Gefährdung kommt neben dem Bußgeld in Höhe von 60 Euro noch ein Punkt in Flensburg dazu.

Man hat seinen vierläufigen Jagdgefährten am liebsten immer nah an seiner Seite. Doch Hunde sollten niemals ungesichert auf dem Beifahrersitz mitfahren. Sollte das Fahrzeugführer ruckartig ausweichen oder abbremsen müssen, kann es passieren, dass der Vierbeiner auf den Fahrer geschleudert wird. Zudem besteht speziell bei größeren Hunden die Gefahr dass sie bei einem Aufprall durch den Airbag verletzt werden.

Hund-auf-Box © Eva Grun

Auch wenn die Aussicht auf der Box sicherlich spannender ist, reist der Hund in einer Box deutlich sicherer.

Hundetransport im Kofferraum

Viele Jäger transportieren ihren Hund im Kofferraum. Der Transport in speziellen Hundeboxen gilt als besonders sicher. Bei Amazon werden zum Beispiel die beliebten Transportboxen von Trixie derzeit stark reduziert angeboten (klick).

Bei der Wahl der Hundebox ist jedoch einiges zu beachten. Die Box sollte groß genug sein, dass der Hund sich hinlegen kann, um auch auf langen Strecken bequem unterwegs zu sein. Jedoch sollte die Box dabei keinesfalls zu groß sein, sonst kann es bei einer Vollbremsung passieren, dass der Hund in seiner Box schleudert und sich selbst verletzt.

Bei der Box zahlt sich Qualität aus. Günstige Transportboxen können bei einer Notbremsung möglicherweise dem Gewicht des Hundes nicht standhalten. Oder sie werden schnell mal zum Opfer von Hundezähnen, sollte die Wartezeit mal länger dauern…

Welche Box sie auch wählen, denken Sie daran, die Box im Kofferraum nochmal zu befestigen, damit diese selbst nicht zum Geschoss wird oder bei jeder Kurve durch den Kofferraum rutscht. Um die Ladekanten vor Hundekrallen beim rein- und rausspringen zu schützen, kann im Kofferraum eine spezielle Matte, wie diese von Achilles für unter 20 Euro (klick), befestigt werden.

Abtrennung mit Kofferraumgitter

Trenngitter vom Kofferraum zur Rückbank sind in erster Linie dafür gedacht, dass kein Tier oder Gepäck nach vorne fliegt. Der Hunde ist dadurch jedoch nicht selbst geschützt und einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt, sollte es zu einer Vollbremsung oder Unfall kommen. Daher empfiehlt es sich auch bei der Verwendung eines Gitters den Hund zusätzlich zu sichern.

Hunde auf der Rückbank transportieren

Wird der Hund nicht in einer Box transportiert, sollte der Hund mit einem speziellen Auto-Geschirr (z.B. das sehr beliebte Ruffwear Hunde-Autogeschirr (klick)) gesichert werden. Eine gute Verarbeitung – speziell hochwertige Ösen sowie Haken – kann sich im Ernstfall bezahlt machen. Das Geschirr sollte auch unbedingt richtig passen, um den Vierbeiner optimal zu schützen. Der Anschnallgurt darf dabei niemals mit einem Halsband verbunden werden, sonst kann der Hund im schlimmsten Fall stranguliert werden. 

Spezielle Hundesitze, Matten oder ähnliches sollten nur in Verbindung mit einer weiteren Sicherung des Hundes verwendet werden.

 

 


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