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Hunde-Erziehung: Wie sozialisiere ich meinen Hund? – Wilmas Woche

Leonie-Engels © Leonie-Engels
Leonie Engels
am
Dienstag, 31.05.2022 - 11:47
wilma und freddy © LE
Im Spiel lernen Hunde ebenfalls den Gegenüber einzuschätzen und Signale zu deuten.

Was ist ein gut sozialisierter Hund?

Wenn von einem sozialisierten Hund gesprochen wird, weiß er die Kommunikationssignale anderer Hunde zu deuten und sich im Bezug darauf korrekt zu verhalten. Im besten Fall konnte der Hund das bereits im Welpenalter lernen. Dabei sollen die Hunde verschiedene Dinge kennenlernen, wie andere Menschen, Hunde, aber auch Situationen und Geräusche.

Tatsächlich beschränkt sich die Sozialisierung auf die Interaktion mit anderen Lebewesen. Dazu gehört zuerst der Umgang mit der Mutterhündin und den Geschwistern. Hinzu kommt der Kontakt zu Menschen. Die Sozialisierung spielt sich jedoch nicht nur um Welpenalter ab, sondern ist auch in der Junghundephase eine wichtige Komponente. Schließlich lernt ein Hund ein Leben lang.

Geduldig hält Freddy die spielerischen Attacken von Welpe Wilma aus. Auch für ihn ist der Umgang mit einem Welpen neu und er lernt einiges dazu.

Sozialisierung fördern

Sobald ein Hund einzieht, ist der Halter für seine weitere Entwicklung verantwortlich. Im Idealfall baut der Welpe zunächst Vertrauen zu seinem Menschen auf, um dann gemeinsam die aufregende Welt zu erkunden. Wichtig dabei ist es, schrittweise vorzugehen, um den Welpen nicht zu überfordern und in Situationen richtig zu reagieren, die ihn vielleicht verängstigen. Als engste Bezugsperson agiert der Halter als Vorbild. Man selbst sollte also unbedingt gelassen und entspannt an neue Dinge rangehen. Hilfreich ist auch der Kontakt zu anderen Hunden.

Beim Rauhaardackel Wilma achte ich drauf, dass sie genügend Kontakt zu anderen Hunden hat. Dabei ist eine Mischung vorteilhaft: kleine Hunde, große Hunde, neugierige und zurückhaltende. Jedoch reguliere ich die Kontakte und entscheide zu welchem Hund sie in dem Moment Kontakt aufnehmen darf und zu welchem nicht. Damit möchte ich bezwecken, dass sich Wilma in meiner Gegenwart um nichts „kümmern“ muss. Ich übernehme die Führung und setze klare Grenzen. Das entspannt den Hund.

Wilma lernt den Umgang mit anderen und mehreren Hunden. Auch in der eigenen Wohnung

Hunde lernen voneinander

Besonders bei Wilma fällt mir immer wieder auf, dass sie sich einiges von ihrem älteren Begleiter Freddy abguckt. Der Retriever ist mittlerweile drei Jahre alt und ist in den meisten Situationen gelassen. Die ausgestrahlte Ruhe überträgt sich auf Wilma. Gleich ist es auch mit Gerüchen, sobald Freddy eine Witterung anzeigt, interessiert sich Wilma auch dafür. Befehle werden nachgeahmt. Natürlich guckt sich ein Welpe auch Unarten ab, wie Stöckchen kauen und buddeln. Daran müssen wir auf jeden Fall noch arbeiten.

Begleitet die kleine „Wilma“ wöchentlich in ihrem Leben vom Welpen zum Dackel – mit freundlicher Unterstützung von AKAH.


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