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Giftige Lebensmittel für Hunde zu Weihnachten

Für Hunde können viele Weihnachtsleckereien schnell tödlich enden. © Kathrin Führes

Für Hunde können viele Weihnachtsleckereien schnell tödlich enden.


Die Weihnachtsleckereien sind für uns häufig nur mit Hinblick auf die schlanke Linie gefährlich. Für unsere treuen Jagdbegleiter können Schokolade, Zimtsterne oder Stollen aber schnell Lebensgefahr bedeuten.

So schön auch der Weihnachtsteller unter dem Christbaum aussehen mag, gefährliche Lebensmittel sind immer außerhalb der Reichweite von Hunden aufzubewahren – und noch so bettelnde Blicke zu ignorieren.

Um auf eine Vergiftung schnell reagieren zu können, empfiehlt es sich, immer Aktivkohle daheim zu haben um so schnell und effizient Erste Hilfe leisten zu können.

Auch Weihnachtsplätzchen sind für Hunde gefährlich. © Pixabay.Com/Hans Braxmeier

Auch Weihnachtsplätzchen sind für Hunde gefährlich.

Schokolade

Dass Schokolade für Hunde giftig ist und unter Umständen zum Tod führt, sollte jedem Hundeführer mittlerweile geläufig sein. Trotzdem landen speziell in der Weihnachtszeit vermehrt Hunde deswegen beim Tierarzt.

Der für uns Menschen ungefährliche Stoff Theobromin kann von Hunden (und auch Katzen) nicht ausgeschieden werden und vergiftet sie dadurch. Der Anteil an Theobromin steigt mit dem Kakaoanteil der Schokolade. Den höchsten Theobromin-Wert findet man in dunkler Schokolade wie Kochschokolade, Zartbitter oder Bitterschokolade. In weißer Schokolade ist Theobromin hingegen meist nicht vorhanden.

Symptome einer Theobromin-Vergiftung sind unter anderem: Unruhe und Nervosität, Erbrechen, Durchfall, aufgeblähter Bauch, verstärkter Durst, Krämpfe, Zitteranfälle, schnelle Atmung und Herzrasen. 

Hat Ihr Hund Schokolade gefressen, warten Sie jedoch nicht auf ein Einsetzen der Symptome, sondern nehmen Sie direkt Kontakt mit dem zuständigen Tierarzt/ Tierklinik auf.  

Die im Christstollen enthaltenen Rosinen sind für Hunde giftig. © Pixabay.Com/Hans Braxmeier

Die im Christstollen enthaltenen Rosinen sind für Hunde giftig.

Rosinen und Trauben

Zur Weihnachtszeit gehört für viele Menschen ein Christstollen dazu. Auch dem Jagdhund würde das Gebäck schmecken, doch schon der Verzehr von kleinen Mengen kann schnell tödlich enden.

Schon eine kleine Menge Rosinen (als Faustregel gilt: 2,8g Rosinen je Kilo Körpergewicht) können beim Hund zu schweren Komplikationen führen. Symptome: Apathisches Verhalten, Probleme beim Urinabsatz, Durchfall und Erbrechen.

Zuckersatz Xylit/ Xylitol

Bei einer diätbewussten oder Diabetiker-Ernährung wird häufig auf Zuckerersatzstoffe wie Xylit zurückgegriffen. Auch in zuckerfreien Kaugummis wird gerne Xylit verwendet. Xylit bzw. Xylitol ist auch als Birkenzucker bekannt.  

Für den Menschen völlig ungefährlich, ist der Zuckerersatzstoff für Hunde hochgiftig. Bereits einige Bonbons oder Kaugummis reichen aus, um einen gefährlichen Abfall des Blutzuckerspiegels herbeizuführen. Für Hunde gelten bereits 3-4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht als tödlich.

Beim Backen naschen ist für Hunde tabu. © Pixabay.Com/Hans Braxmeier

Beim Backen naschen ist für Hunde tabu.

Zimt & Lebkuchen

Weihnachten ohne Zimtsterne oder Lebkuchen? Für die meisten undenkbar. Doch auch diese süßen Naschereien haben es in sich und können bei unseren vierbeinigen Jagdhelfern zu gesundheitlichen Problemen führen.

In Zimt ist Cumarin enthalten, welche die Blutgerinnung hemmen und beim Hund für ernsthafte gesundheitliche Probleme sorgen können. Besonders in Lebkuchen ist ein für Hunde gefährlicher Mix, aus Zimt, Schokolade und Zucker enthalten. Ebenso findet man in Lebkuchen Muskatnuss, welche für Hunde giftig ist.

Und der Weihnachtsbraten?

Der traditionelle Weihnachtsbraten darf bei vielen an den Festtage nicht fehlen. Doch auch wenn der Hund noch so gerne die Rest verputzen würde, hat der Braten im Hundenapf nichts verloren.

So kann die Krankheit "Pankreatitis", eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, durch fetthaltige Reste des Bratens ausgelöst werden. Auch werden die verwendeten Gewürze oftmals von Hunden nicht vertragen bzw. Knoblauch und Zwiebel sind für den Vierbeiner sogar giftig. Auch Geflügelknochen haben im Napf des Hundes nichts verloren. Die Knochen können leicht splittern und im Fang sowie Speiseröhre für ernsthafte Verletzungen sorgen.

 


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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