Home Praxis Gemeinsam gegen den EU-Wahnsinn

Gemeinsam gegen den EU-Wahnsinn

Katja Triebel, Waffenhändlerin, Waffenrechtsaktivistin und Bloggerin.

Foto: Katja Triebel


Pirsch: Der Terror von Paris mit Sturmgewehren, Handgranaten und Sprengstoffgürteln war kaum vorbei, schon forderte die EU schärfere Waffengesetze - betroffen vor allem Legalwaffenbesitzer. Wieso?

Katja Triebel: Purer Aktionismus. EU-Politiker lieben es, dem Volk Sand in die Augen zu streuen. Sie tun so, als würde dadurch die EU sicherer werden. Doch in Wirklichkeit gehen die Maßnahmen am Problem vorbei. Kriminalisiert werden wieder nur die rechtstreuen Waffenbesitzer. Und sie werden auch die Leidtragenden der neuen Gesetzgebung sein.

Pirsch: Was sind die einschneidendsten Forderungen?

Katja Triebel: Es sollen Halbautomaten, die vollautomatischen Waffen ähnlich sehen, verboten werden. Diese werden dann konfisziert und enteignet. Waffenrechtliche Erlaubnisse werden nur für 5 Jahre befristet erteilt. Und vor jeder Verlängerung muss man zu einem medizinischen Test. Jede Menge Kosten und bürokratischer Aufwand für rechtstreue Menschen, die jetzt schon regelmäßig überprüft werden. Der Selbstschutz mit Gaswaffen wird quasi abgeschafft, weil eine Gaswaffe rechtlich wie ein Gewehr behandelt werden soll. Mit Bedürfnis, medzinischem Test und jede Menge Kosten. Millionen vorhandene Gaswaffen werden über Nacht illegal. Und eine ganze Branche durch diese Maßnahmen schwer getroffen inklusive Wegfall von Arbeitsplätzen.

Pirsch: Sie sprechen in Ihrem Bericht von Manipulation, Lüge und das Abwarten auf dem günstigen Moment. Können Sie ein paar Beispiele geben? Und wen meinen Sie konkret?

Katja Triebel: Frau Malmström hat mit den Manipulationen angefangen, Fabio Marini führt die Arbeit mit Ignoranz und Desinformation fort. Da werden Begrifflichkeiten bewusst durcheinander gebracht, Selbstmorde und Morde mit Schusswaffen aufsummiert und als Riesen-Mordrate verkauft, da werden bekennende Waffengegner wie Saferworld in den Expertengruppen zugelassen, während FACE, WFSA & Co. draußen bleiben müssen, da werden kleine Mehrheiten zu übergroßen Interessen aufgebauscht, die Aussagen von Fachleuten ignoriert usw. Der ganze Prozess um diese EU-Gesetzesinitiative ist eine einzige Mogelpackung. Noch vor drei Wochen negierte Fabio Marini ein geplantes Verbot von halbautomatischen Waffen. Jetzt ist die Katze aus dem Sack, als habe man nur auf einen solchen Anschlag gewartet.

Pirsch: Kommt die EU damit durch?

Katja Triebel: Wenn von 28 EU-Mitgliedsstaaten nicht 18 ablehnen, wird der Entwurf Gesetz.

Pirsch: Was empfehlen Sie Jägern, Sportschützen, Sammlern?

Katja Triebel: Endlich an einem Strang zu ziehen! Verbreiten Sie die Information so schnell wie möglich an Redakteure, Informationsplattformen und Politiker in Kreis-, Land-, Bundestag und EU. Schreiben Sie Ihre Bedenken zu der Gesetzesinitiative der EU mit eigenen, persönlichen Worten. Nicht mit Satzbausteinen, solche werden als Fake oder Kettenbrief zurückgewiesen.

Das Interview führte Sascha Numßen



Mehr Infos finden Sie hier.

Eine Petition gegen die Einschränkung des legalen Waffenbesitzes finden Sie hier.

 


Sascha Numßen Seit Mai 2011 PIRSCH-Chefredakteur. Geboren 1971 in Frankfurt (Hessen), Jagdschein seit 1994, Studium in München, Diplom-Forstwirt.
Thumbnail