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Fuchsjagd: Mit diesen Tipps machen Sie im Frühsommer Strecke

Christian Schätze © dlv
Christian Schätze
am
Samstag, 05.06.2021 - 06:21
Zwei Jungfüchse auf einer abgemähten Wiese © Soru Epotok - stock.adobe.com
Im Juni geht es in vielen Revieren auf Jungfüchse. Doch wie macht man am besten Strecke?

Bei der Fuchsjagd kann man viel falsch machen. Auch beim Autor lief nicht immer alles glatt. Eine Analyse half ihm schließlich, seine Strecke zu vervielfachen!

Pläne schmieden:

Der größte Fehler bei der Fuchsjagd ist in meinen Augen, den Erfolg dem Zufall zu überlassen. Denn wer nur Rotröcke erlegt, die zufällig beim Sauenansitz vorbei schnüren, wird nie auf hohe Jahresstrecken kommen. Fuchsjagd setzt genaue Planung voraus.

Ausdauernd sein:

Eine der wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen Raubwildjägers ist die Ausdauer. Schnelle Erfolge gibt es nur in Ausnahmefällen. Wer jedoch die Fuchsjagd ernst nimmt und sich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt, wird auch Weidmannsheil haben.

Nicht verzagen:

Beim Ansitz auf Reineke kann man gar nicht oft genug das Kaninchen sterben lassen. Es ist kein Problem, im 5-Minuten-Takt zu klagen. Der Todeskampf der Krummbeine kann sich auch in der Natur „ewig“ hinziehen. Wichtig: Nach dem Schuss sofort weiter locken. Das überspielt den Schussknall und lässt weitere Rotröcke zustehen.

Luderplätze beschicken:

Wer nur aller paar Wochen mal was auf den Luderplatz wirft, darf nicht zu viel erwarten. Findet Reineke hingegen immer ein paar Bröckchen, wird er auch öfter vorbeischauen. Die Erfahrung zeigt, dass der Luderplatz mit den Jahren immer besser wird. Zwei, drei regelmäßig beschickte Luderplätze sind meistens besser als zehn halbherzig unterhaltene. Beim Einrichten auf die Hauptwindrichtung achten!

Jede Chance nutzen:

Ein sehr häufig zu beobachtender Fehler ist, beim Schalenwildansitz Füchse zu pardonieren. Wer es ernst meint, nutzt jede sich bietende Gelegenheit. Die Angst, dass man durch den Schussknall den Bock oder die Sau vergrämen könnte ist zwar verständlich, wird aber deutlich überschätzt. Wer einen guten Schalldämpfer benutzt, muss sich noch weniger Gedanken bezüglich der Störung anderer Wildarten machen.


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