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Front gemacht

PIRSCH-Redakteur Hartmut Syskowski (l.) moderierte die Diskussion in Uhingens Stadthalle.  Foto: Margit Haas © Margit Haas

PIRSCH-Redakteur Hartmut Syskowski (l.) moderierte die Diskussion in Uhingens Stadthalle. Foto: Margit Haas

Dabei wurde gegen die Vorstellungen der Grün-Roten-Koalition Front gemacht. Während Armin Koch (FDP-Kreisgeschäftsführer) über die drohende Überbürokratisierung den Kopf schüttelte, bekundeten Hermann Färber (Vors. Kreisbauernverband Göppingen) und Rudolf Schniepp (VJE-Geschäftsführer) uneingeschränkte Solidarität mit dem LJV. In Wildschadensersatzfragen werde man sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Wolfgang Reuther MdL (CDU) wich der Frage des Moderators aus, ob seine Partei gegebenenfalls den LJV bei einer Klage unterstützen würde, versicherte aber vor den mehreren Hundert Zuhörern vehement, die CDU würde nach einer gewonnenen Landtagswahl die grüne Novelle rückgängig machen.
Doch auch die Gegenseite hatte Gelegenheit sich zu äußern: Hans-Peter Storz, MdL (SPD), zeigte sich im Gegensatz zu Reinhold Pix, MdL (Die Grünen), vergleichsweise moderat. Letzterer betonte mehrfach den umfassenden gesellschaftlichen Meinungsprozess zur Erarbeitung der Novelle. Bei dem spielte der LJV angesichts der zahlenmäßigen Übermacht von Verbandsnaturschützern aber nur eine marginale Rolle, wie Landesjägermeister Dr. Jörg Friedmann konterte. Besonders das geplante Quasi-Verbot einer Notzeitfütterung rief erheblichen Unmut bei den Jagdpraktikern im Saal hervor, zumal von Staatsseite nicht gegen Störungen durch Freizeitaktivitäten vorgegangen würde.
Und so mussten die Vertreter der baden-württembergischen Regierungsparteien die Erkenntnis mit heimnehmen, dass die Jäger im Ländle weit davon entfernt bleiben, die grüne Kröte Jagdrechtsnovelle ohne massive Gegenwehr zu schlucken.