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Extrem bedroht

Der Sumatratiger trägt einen langen Backenbart. Seinem Kopfprofil fehlt der „Stop“: Nase und Stirn stoßen nicht im stumpfen Winkel aufeinander. (Foto: WWF)


Der Tiger gehörte einst zu den mächtigsten Tieren des Dschungels, der Savanne und der Taiga. Doch sein Leben ist in Gefahr. Er ist auf Unterstützung angewiesen. Denn der Lebensraum des Tigers ist nach Einschätzungen der Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) massiv bedroht. Seine Existenz hängt am seidenen Faden. Weltweit gibt es nur noch an die 3200 frei lebende Exemplare. Vor 100 Jahren waren es noch an die 100 000 frei lebende Tiger. Drei Unterarten des Tigers sind bereits ausgestorben, sechs Unterarten haben überlebt. „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, kann es bald zu spät sein. Das Ende der Tiger ist absehbar“, sagt WWF-Tiger-Experte Eberhard Brandes. Der WWF hat sich wegen dieser dramatischen Entwicklung zum Ziel gesetzt, innerhalb von zwölf Jahren die Zahl der frei lebenden Tiger verdoppelt zu haben. In den vergangenen 150 Jahren reduzierte sich der Tiger-Lebensraum um etwa 93 Prozent. Die Zeiten, in denen sich sein Reich von der Türkei über Russland und China bis hin zu Bali erstreckte, sind vorbei. Allein in den vergangenen zehn Jahren sind die verbliebenen Lebensräume um 40 Prozent zurückgegangen.

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WWF-T-Shirt: 'year of the tiger' (Foto: WWF)


Wirtschaftliche Faktoren wie Holz- und Landgewinnung standen bei den Menschen stets vor der Artenrettung. Die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes auf Sumatra zum Beispiel macht dem Tiger zu schaffen. Die Wildnis weicht Palmöl-Plantagen und Monokulturen. 5,8 Millionen Tonnen Palmöl werden jedes Jahr nach Europa importiert, damit dort Eiscreme, Bio-Sprit und Waschmittel hergestellt werden können. Der Tiger findet außerhalb der Wildnis keine Deckung mehr, seine Streifen-Tarnung ist im fehlenden Unterholz nutzlos. Ein weiterer bedrohlicher Faktor ist die Wilderei. Der illegale Handel mit dem Tiger boomt. Aus jedem Körperteil wird Geld gemacht. Die Hehlerware wird für die Herstellung von traditioneller asiatischer Medizin verwendet. Besonders begehrt sind Knochen, Fell und Zähne, denen eine heilsame Wirkung zugesprochen wird. „Wenn im Kampf gegen die Wilderei nicht schnellstens ein Durchbruch gelingt, wird es den Tiger bald nur noch in Zoos geben“, warnt Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz.


Die Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature sucht deshalb im international ausgerufenen „Jahr des Tigers 2010“ neue Mitglieder, die sich mit ihren Beiträgen für die Großkatze einsetzen. Ab 48 Euro im Jahr wird eine - jederzeit formlos kündbare - Mitgliedschaft angeboten (inkl. viermal „WWF-Magazin“ jährlich): als persönlicher Beitrag zum Schutz der Natur weltweit. Zudem besteht die Möglichkeit, an Exkursionen in Projektgebieten teilzunehmen. PM


Weitere Info's:


WWF Deutschland-Zentrale
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60326 Frankfurt/ M.
Tel.: 069-791440
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