Home Praxis Eulen / Stringiformes

Eulen / Stringiformes

Uhu / Bubo bubo (Foto: H. Witte)


Alle Eulen sind nach Naturschutzrecht besonders geschützt und unterliegen nicht dem Jagdrecht. Mit Ausnahme von Waldkauz und Waldohreule im Bestand gefährdet. Eulen jagen weitgehend nachts, sehen aber auch bei Tage ausgezeichnet. Tagsüber verharren sie gut getarnt und bewegungslos auf einem Ast. Das Frontgesicht mit den großen Augen ermöglicht räumliches Sehen auch in der Dämmerung. Der feine Gehörsinn wird von schalltrichterartigen Federstrukturen am Kopf unterstützt. Der Kopf kann bis zu 270 Grad gedreht werden. Lautloser Flug wird durch das besonders weiche Gefieder ermöglicht. Die ausschließlich lebenden Beutetiere werden mit dem krummen Schnabel und den scharfen Fängen gekröpft. Die Fänge sind immer befiedert und die Außenzehe ist eine Wendezehe. Es werden keine Nester gebaut, sondern die Eier ohne Nistmaterial in Höhlen (Käuze), oder Nester anderer Vogelarten (Waldohreule), oder auf den Boden (Sumpfohreule) gelegt. Eulen leben in Einehe, die Nesthocker im hellen Dunenkleid werden von beiden Eltern betreut. Die Geschlechter sind äußerlich nicht zu unterscheiden, aber die Weibchen sind immer etwas größer als die Männchen.