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Entenvögel / Anatinae

Stockenten (Foto: HW)


Unsere einheimischen Brutvögel überwintern bei uns, oder ziehen in als Strichvögel in klimatisch günstigere Gebiete Südwesteuropas. Dafür überwintern bei uns Enten aus Nord- und Nordosteuropa. Im Prachtkleid sind die Erpel auffällig bunt gefiedert, während die weiblichen Vögel schlicht bräunlich sind. Im Schlichtkleid ist auch der Erpel ähnlich der Ente bräunlich gefärbt. Im Gegensatz zu anderen Schwimmvögeln haben Enten einen breiten Schnabel, der mit seitlichen Hornlamellen als „Seihapparat“ dient. Nach Verhalten und Körperbau werden Schwimm- (Gründel-) und Tauchenten unterschieden. Schwimmenten schwimmen hoch auf dem Wasser und können senkrecht von der Wasseroberfläche auffliegen. Nahrung nehmen sie von der Wasseroberfläche, oder sie gründeln auf flachen Gewässerzonen. Sie Tauchen nur zur Feindvermeidung.

Alle Schwimmenten mit Ausnahme der Pfeifente sind einheimische Brutvögel. Tauchenten liegen mit ihrem gedrungenen Körperbau tiefer im Wasser, meist mit eingetauchtem Bürzel. Sie starten mit einem platschenden Anlauf vom Wasser. Ihre Nahrung holen sie sich tauchend auch aus tieferen Gewässerzonen. Sie überwintern deshalb oft in großen Scharen auf tieferen Gewässern. Die häufigsten Tauchenten als einheimische Brutvögel sind Tafel- und Reiherente. Selten brütet auch die Kolbenente bei uns. Die übrigen Arten sind Wintergäste. Eine Ausnahme ist die Moorente, sie ist in Südosteuropa zu hause und erreicht bei uns ihre nordwestliche Verbreitungsgrenze.

Tauchenten die fast nur an der Meeresküste anzutreffen sind, werden auch Meeresenten genannt. Dazu zählen Eider-, Trauer-, Samt-, Eis- und Schellente. Eine Sonderstellung stellt die Brandente oder Brandganz dar, als Halbgans zeigt sie von den Wildenten abweichende Verhaltensweisen. Enten nehmen pflanzliche und tierische Nahrung auf. Zur Äsung von Eicheln oder Getreide streichen Sie auch weit über das Land und nehmen auf feuchten Wiesen Schnecken auf. Ansonsten ernähren sich Schwimmenten aus Flachwasser, indem sie mit Ihrem Seihschnabel den Schlamm durchsuchen. Tauchenten tauchen nach Wasserpflanzen. Meeresenten nehmen auch Muscheln, Schnecken und Kleinkrebse. Die Eutrophierung von Gewässern verbessert bis zu einem gewissen Grad sogar die Nahrungsgrundlage insbesondere der Stockente. Bei den Jagdzeiten sind die Ländervorschriften zu beachten!

Merksatz Schwimmenten:

Krick-Knack macht der Stock des Spießers und er pfeift wenn er den Löffel nach der schnatternden Schwimmente wirft.

Merksatz Tauchenten:

Der traurige Moor-Reiher steht auf dem Tafel-Eis-Berg und taucht leider
viel zu schnell nach dem Kolben.