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Auf Büffeljagd in Simbabwe

Ansitz mit traumhaftem Ausblick. © CC

Ansitz mit traumhaftem Ausblick.


Simbabwe ist leider immer noch kein demokratisches Land, auch wenn im Frühjahr 2008 Wahlen stattfanden und weder der Oppositionsführer Tsvangirai noch der Präsident eine absolute Mehrheit erringen konnten. Durch eine nachträgliche Stichwahl und sehr wahrscheinliche Wahlmanipulationen blieb Robert Mugabe Präsident.
Dank der Vermittlung des südafrikanischen Staatspräsidenten Mbeki kam es in der Folgezu einer nachträglichen Machtteilung zwischen Robert Mugabe und Morgan Tsvangirai. Trotzdem kann nicht von einer Demokratie gesprochen werden und Robert Mugabe wird mit Sicherheit noch die große Kontrolleüber denStaat und seine Einnahmen haben.
Ein Teil der Staatseinnahmenwird auch überAbgaben für die Jagd erzeilt.So beispielsweise der größte Teil der Trophäengebühren. Folgt man der hier geschilderten Annahme,unterstützt man miteiner Jagdsafari wohl indirekt Robert Mugabe und sein Regime. Dies ist sicherlich nicht der Wille der meisten Jagdgäste.
Man muss sichallerdings vor Augen führen, dass die Jagd auch der Bevölkerung, den Nationalparks und den Jagdgebieten zu Gute kommt. Ohne Jagdsafaris hätten die Nationalparks gar keine Einnahmen mehr, und dadurch keine Möglichkeit mit ihren Wildhütern die Wilderei zu unterbinden. Wir wissen als Jäger auch, dass nur dort wo gejagt wird, auch eine Kontrolle stattfindet und eine Wertigkeit des Wildes vorhanden ist.
Auch wenn man mit einer Safari also indirekt die Diktatur unterstützt, trägt man doch dazu bei, dass Simbabwe weiterhin ein klassisches Jagdland für Großwildsafaris bleibt - wenngleich diese Zukunftkeineswegs gewiss ist.

In Zukunft immer noch eine Empfehlung?<p>

Elefanten im Buschgelände. © CC

Elefanten im Buschgelände.


Simbabwe ist nach wie vor ein klassisches Jagdland für Safaris auf Großwild. In einigen Gebieten ist auch das Vorkommen an Antilopen gut, aber nicht vergleichbar mit Farmgebieten in Namibia oder Südafrika.
Innerhalb Simbabwes muss man mittlerweile allerdingssehr differenzieren. Nicht mehr alle Gebiete sind eine Empfehlung und es gibt einige überjagte oder leer gewilderte Gebiete. Grundsätzlich wichtig ist, dass man sich seine jagdlichen Hauptziele setzt und nach diesen ein Jagdgebiet auswählt.
So gibt es zum BeispielRegionen in denen die Jagd auf Leopard schwierig ist und auch wenig Antilopen vorkommen, dafür aber der Anteil an alten Büffeln exzellent ist oder umgekehrt. Mitunter ist die Jahreszeit sehr entscheidend für den Jagderfolg. In vielen Jagdgebieten ist so etwa die Jagd auf starke Elefantenbullen im Frühjahr besser als im Juli/ August.

Insgesamt gesehen ist Simbabwe auf alle Fälle in der jagdlichen Planung eine Überlegung wert und - mit obigen Einschränkungen - empfehlenswert. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Anbieter einen Überblick über das Land, beziehungsweise die verschiedenen jagdlichen Regionen geben kann und teilen Sie genau mit, welche jagdlichen Ziele und Vorstellungen Sie haben.

Sind Sicherheit und Versorgung gewährleistet?<p>

Am Ziel: Der Büffel ist erlegt. © AT

Am Ziel: Der Büffel ist erlegt.


Wer nach Simbabwe reist oder reisen will, stellt sich die Frage nach der Sicherheit. Im Vergleich zu den Ländern Namibia, Botswana, Sambia oder Südafrika hat Simbabwe diesbezüglich einen schlechteren Ruf.
Verantwortlich dafür sind die Vorkommniss der jüngeren Vergangenheit, wie zum Beispiel die Enteignung weißer Farmer und ebendieManipulationen bei den Wahlen im März 2008.Wenngleichdabeigewaltsame Übergriffe stattfanden, kann man dennoch sagen, dass Simbabwe für Jäger und Touristen zu jeder Zeit ein sicheres Reiseland ist. Übergriffe auf Jagdgäste sind nicht bekannt. Als Jagdgast hat man auch stets eine Betreuung ab/bis Flughafen und im Jagdgebiet. Selbst in der Hauptstadt Harare muss man momentan nicht mehr oder weniger befürchten als in anderen Großstädten.
Weiterhin wurde oft über mangelnde Versorgung berichtet und dass die Kraftstoffversorgung nicht gesichert war. In erster Linie begründete sich dies in der Entwertung der einheimischen Währung, des Simbabwe-Dollars. Mitunter verlor die Währung innerhalb nur einer Woche an die 20 bis 30 Prozent.
Im Frühjahr 2009 wurde der Simbabwe-Dollar abgeschafft und seit dieser Zeit kann mit US-Dollar oder südafrikanischem Rand bezahlt werden. Dadurch hat sich die Versorgung wieder erheblich gebessert und Mangel an Kraftstoff oder auch Lebensmitteln ist passé. Allerdings ist das Leben in Simbabwe auch erheblich teurer geworden und nur wer es sich leisten kann, hat keinen Mangel. Durch die Erhöhung der Lebenshaltungskosten sind auch die Safaris teurer geworden, aber im Verglich zu anderen Großwildjagdländern kann man in Simbabwe immer noch gut und auch günstiger jagen.

<br>Wenn der Traum Wirklichkeit geworden ist<p>

Einen Erlebnisbericht über eine Büffelsafari in Simbabwe finden Sie unter dem Titel „zwei Freunde jagen ihren Traum“. Im "Auslands-Special" der dlv-Jagdmedien in PIRSCH 2/2011, unsere Jagd 2/2011 und Niedersächsischer Jäger 2/2011 abgedruckt.

<br>Jagdgebiete und Wildarten im Vergleich<p>

Die Jagdgebiete in Simbabwe kann man in 3 Kategorien einteilen:

  1. Staatliche Safari-Areas
  2. Gemeinde Safari-Areas
  3. Private Safari-Areas

Im Allgemeinen haben die staatlichen und privaten Safari-Areas eine bessere Qualität. Man kann aber aus dieser Kenntnis kein Dogma machen und muss seine eigenen Safariwünsche mit den Qualitäten der verschiedenen Jagdgebiete abstimmen. In einigen staatlichen Gebieten fand in den letzten Jahren eine Überjagung statt und wie immer sind die aktuellsten Referenzen die Besten.
Viele Jagdgebiete befinden sich in der Nähe von Nationalparks bzw. grenzen an diese direkt an. Einer der bekanntesten Nationalparks ist der Hwange Nationalpark im Westen Simbabwes. Hier stehen eine Vielzahl an staatlichen und privaten Safari-Areas zur Verfügung – wie z.B. die Matetsi, Deka Area, Ngamo und Sikumi Area.
Der Hwange Park hat einen sehr hohen Bestand an Elefant und somit zählen viele Gebiete am Hwange Park mit zu den besten Gebieten für die Jagd auf Elefant. Nicht nur die Quantität ist beeindruckend, sondern auch die Qualität. Jedes Jahr werden hier Elefanten in der Klasse von 70lbs und stärker gestreckt. Weiterhin sind gute Jagdmöglichkeiten auf den Kaffernbüffel, Leoparden und Löwen gegeben.
Die Jagd auf Löwe war in den Gebieten am Hwange Park lange Zeit gesperrt und wurde erst im vergangenen Jahr wieder geöffnet. Die Quote ist gering, aber dafür kann man auch mit einer hohen Erfolgsquote und starken Mähnenlöwen rechnen.
In einigen wenigen Gebieten gibt es auch noch exzellente Bestände an Sable und ebenfalls einen gut bejagbaren Bestand an Roan. Die Jagd auf Roan wurde erst im Jahr 2010 wieder freigegeben und es sind nur wenig Lizenzen vorhanden!Eine interessante Jagdmöglichkeit ist die auf den sogenannten Management Elefant. Aufgrund der überhöhten Bestände hat die Regierung Simbabwes eine spezielle Jagdquote frei gegeben, welche für Gebiete direkt im Park als auch in den Safariareas gültig ist. Hierbei handelt es sich um eine legale Jagd, allerdings können die Trophäen nicht ausgeführt beziehungsweise in die EU importiert werden.

Im Nordwesten Simbabwes befindet sich der große Karibastausee. Hier gibt es ebenfalls bekannte Safari-Areas, wie zum Beispiel die Charara, Chete und Omay. In den meisten Gebieten findet man ausgezeichnete Bestände an Elefant, Krokodil und Hippo mit guten bis sehr guten Trophäenqualitäten vor. Weiterhin ist ein guter Bestand an Büffel und Löwe gegeben. Die Jagden auf Büffel galten in fast allen Gebieten am Karibasee als absolut sicher und alte Dagaboys waren oft anzutreffen. Dies ist leider nicht mehr in allen Gebieten so und durch Überjagung in den letzten Jahren muss man sehr differenzieren.

Eines der wohl ursprünglichsten Regionen Simbabwes ist das Sambesi Valley. Neben dem Mana Polls Nationalpark liegen dort ausgezeichnete Safari-Areas – wie zum Beispiel die Dande, Chewori, Sapi und Nyakasanga. Die meisten Safari-Areas grenzen direkt an den Sambesi Fluss im Norden Simbabwes. Der Wildbestand ist hier ausgezeichnet und Sie können hier sehr erfolgssicher auf Elefant, Leopard, Büffel, Krokodil, Hippo und Plainsgame jagen.
Die Trophäenqualitäten sind gut bis sehr gut und insbesondere beim Büffel und Elefant kann man mit sehr guten Trophäen rechnen!

Neben den staatlichen Areas gibt es auch noch hervorragende Privatgebiete beziehungsweise auch Zusammenschlüsse von Privatgebieten. Sehr bekannt ist die Save Valley Conservancy im Süden Simbabwes. Die abwechslungsreiche Landschaft der Conservancy wird von vielen Flüssen durchzogen und durch sich vereinzelt erhebende Granithügel aufgelockert.
Da die Abschussquote hier bewusst sehr niedrig gehalten wird, können Sie hier mit Trophäen in der Spitzenklasse rechnen. Insbesondere die Qualität beim Leoparden ist herausragend; hier werden die stärksten Leoparden in Afrika erlegt!

Die besten Jagdgebiete haben zumeist auch die höheren Safarikosten und die Jagden sind dort langfristig gebucht beziehungsweise zu buchen. Jedoch sollten bei einer Gebietsauswahl immer berücksichtigt werden, dass Sie in Ihrer (zumeist) wenigen Zeit eine ungetrübte Safari erleben wollen und auch gute Chancen für den Erfolg gegeben sein sollten!