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Bruchzeichen

Hundebruch (Foto: Holger Witte)


Ihre Kenntnis dient der eindeutigen und diskreten Verständigung unter Jägern. Andere Brüche stehen im Einklang mit jagdlichem Brauchtum und drücken Anerkennung aus. Bei den meisten Gesellschaftsjagden gehört das Überreichen von Brüchen zur guten Sitte. Unkenntnis oder Missachtung der angewendeten Brüche werden als rüpelhaft empfunden. Brauchtum ist von lokalen und gesellschaftlichen Unterschieden geprägt. Deshalb sollte das Anwenden und Überreichen von Brüchen nicht dogmatisiert, sondern den Umständen angepasst sein. Bruchgerechte Baumarten, deren Zweige für das Anfertigen eines Bruches verwendet werden sollten, sind alle heimischen Nadelbäume (also keine Douglasie), Eiche (Stiel- oder Traubeneiche) sowie Erle.

Sicher wird in einem reinen Buchenwald niemand die nächste Eiche suchen. Liegt der Bock im Getreidefeld, kann sich der Schütze auch ein Ährenbüschel an den Hut stecken. Die Zweige für die Brüche sollen abgebrochen und nicht abgeschnitten werden. Das Abschaben der Rinde mit dem Messer, das so genannten „befegen“ mancher Brüche, soll die Bruchzeichen von herumliegenden „normalen“ Ästen abheben.