+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.995 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 24.6.2022) +++
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Aujeszkysche Krankheit: Tödliches Virus für Hunde und Katzen

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 03.01.2022 - 14:17
Hund-liegend-Pfote © enginakyurt - stock.adobe.com
Bei Hund verläuft die Krankheit stets tödlich.

In Deutschland werden immer wieder Fälle von Aujeszky (AK) gemeldet. Doch was ist das für eine Krankheit und für wen ist sie gefährlich?

Was ist die Aujeszkysche Krankheit (AK)?

Aujeszky, auch Pseudowut genannt, ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche. Die Erreger gehören zur Familie der Herpesviren. Hauptwirt von AK sind Schweine. Der Erreger weißt eine hohe Überlebensfähigkeit in der Umwelt auf. Bei Hausschweinen konnte die Aujeszkysche Krankheit getilgt werden.

Für wen ist die Aujeszkysche Krankheit gefährlich?

Menschen und Primaten können sich nicht mit Aujeszky infizieren. Bei Katzen, Hunden aber auch Wölfen, Rindern oder Schafen kommt es nach einer Ansteckung sehr rasch zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung mit zentralnervösen Erscheinungen. Hunde leiden zusätzlich an starkem Juckreiz. AK verläuft bei ihnen stets tödlich. Bei Schweinen, die der eigentliche Hauptwirt sind, gibt es eine latente Infektion, welche insbesondere unter Stress reaktiviert wird. Saugferkel verenden jedoch meist innerhalb weniger Tage.

Wie können sich Katze und Hunde mit der Aujeszkyschen Krankheit anstecken?

Die Ansteckung mit Aujeszky erfolgt über den Kontakt zu Schweinen, insbesondere Wildschweinen, oder über mit dem Virus kontaminierte Gegenstände. Hunde und Katzen sind Endwirte und können das Virus daher nicht untereinander weitergeben.

Wie kann man einen inifzierten Hund oder eine Katze behandeln?

Es gibt derzeit keine Behandlungsmöglichkeit, wenn sich ein Hund oder Katze mit Aujeszky angesteckt hat. Die Krankheit verläuft stets tödlich, infizierte Tiere werden daher möglichst rasch erlöst.

Was sind die Symptome von Aujeszky bei Hunden und Katzen?

Das charakteristischste Symptom ist der akute Juckreiz. Aujeszky kann dabei Tollwut-ähnlich verlaufen, der Juckreiz konzentriert sich jedoch in der Regel auf den Kopfbereich. Infizierte Tiere zeigen meist ein verändertes Verhalten, wirken unruhig und aggressiv. Im weiteren Verlauf kann es zu Erbrechen, Durchfall und starkem Speicheln kommen. Im Endstadium treten neurologische Störungen, wie etwa Lähmungen der Gliedmaße oder Krämpfe auf. Meist verenden infizierte Hunde innerhalb von 48 Stunden nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind.

Wo tritt die Aujeszkysche Krankheit auf?

Der Hausschweinbestand gilt in Deutschland als frei von Aujeszky. Bei Wildschweinen gibt es in ganz Deutschland immer wieder Nachweise von AK.