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Schwabenjaeger(R)

17.09.2009,
08:29 Uhr
 

Laborierung in 6,5x55

Servus Foristi,

Ich spiele mit dem Gedanken, mir eine Waffe in einem etwas "moderateren" Kaliber (< 7mm) zuzulegen.
Es soll entweder ein neuer Repetierer oder ein Wechsellaluf für meine jetzige M 03 werden.
Als Kaliber ist für mich die 6,5x55 erste Wahl, wg. Präzision, breitem Laborierungsspektrum und moderaten Preisen für Werkslaborierungen.
Der Anwendungsschwerpunkt wird wohl auf Rehwild, Fuchs und co. liegen. Sauen können auch vorkommen- deswegen bitte zu nichts Kleinerem raten- werden aber gezielt mit anderen Kalibern bejagt.

Jetzt meine Frage, vor allem an diejenigen, die ein vergleichbares Kaliber schießen (z.B.: Jägermeister):
Welche Laborierungen verwendet ihr zur Jagd auf welches Wild? Welche Erfahrungen habt ihr bzgl. Zielballistik?

Vielen Dank schon im Voraus für die sinnvollen;-) Ratschläge und Erfahrungen

WaiHei,
Schwabenjäger

Bilch(R)

17.09.2009,
09:07 Uhr

@ Schwabenjaeger

Laborierung in 6,5x55

Hallo Schwabenjäger,
jage mit einem HeymRep. in 6.5*57 die Laborierung ist
Nosler Partition 125 gr; Pulver N 135, 38 gr; Zünder Fed 210; L6 73 mm
Streukreis auf 100m 6mm, habe keine Versulzungen.
Erlege damit was im Revier vorkommt.
Ladedaten ohne Gewähr.
Waihei
vom Bilch

Jungjager(R)

17.09.2009,
16:01 Uhr

@ Schwabenjaeger

Laborierung in 6,5x55

Servus,

Mein Großvater, ich leih mir die Kanone ab und zu, schiesst 6,5x57R. Hirtenberger Nosler (gibts leider nicht mehr) 8,1 Gramm. Ich denke dass die Patronen von anderen Herstellern mit diesem Geschoss ähnliche Wirkung haben.

Auf Rehwild sehr gut also etwa 2 Ausschüsse kaum Hämathome und sehr gute Augenblickswirkung.

Er hat damit sicherlich schon einige hundert Rehe, hundert Sauen und etwa hundert Stück Rotwild sowie zwanzig Stück Gamswild geschossen. Bei Rot und Schwarzwild ist die Augenblickswirkung aber deutlich schlechter und Fluchten von +/- 100m sind die Regel.

Fazit: Für deine Zwecke eine gut geeigntet Laborierung.

JJ

Bilch(R)

17.09.2009,
18:04 Uhr

@ Jungjager

Laborierung in 6,5x55

Hallo JJ,
die Mun wird noch hergestellt. Der Büma muß sie nur bestellen. Ruag stellt die her.
Waihei vom Bilch

Franz(R)

17.09.2009,
18:29 Uhr

@ Schwabenjaeger

Laborierung in 6,5x55

Aufgrund jahrelanger Erfahrung kann ich Dir zu dieser, für unsere mitteleuropäischen Verhältnisse geradezu idealen Patrone nur raten. Als Ggeschosse favorisiere ich ganz eindeutig das Norma 10,1 Gramm Oryx, wenn es eine Serienpatrone sein soll. Damit kannst Du mit angemessen geringer Wildbretzerstörung sehr sauber Reh- und Schwarzwild erlegen.
Als Wiederlader jedoch bevorzuge ich ganz klar das Swift Scirocco Geschoss

Jungjager(R)

17.09.2009,
20:41 Uhr

@ Bilch

Laborierung in 6,5x55

» Hallo JJ,
» die Mun wird noch hergestellt. Der Büma muß sie nur bestellen. Ruag stellt
» die her.
» Waihei vom Bilch

Wie meinst du das?

JJ

kingfisher(R)

17.09.2009,
21:17 Uhr

@ Franz

Laborierung in 6,5x55

Ich verlade wie Franz ebenfalls das Swift Scirocco II in der 6,5x55 und bin von der Wirkung mehr als begeistert. Der Wildpretverlust beim Rehwild ist gegen Null und die Sauen mögen das Geschoß überhaupt nicht:-D

Schwabenjaeger(R)

17.09.2009,
22:40 Uhr

@ Franz

Laborierung in 6,5x55

» Aufgrund jahrelanger Erfahrung kann ich Dir zu dieser, für unsere
» mitteleuropäischen Verhältnisse geradezu idealen Patrone nur raten. Als
» Ggeschosse favorisiere ich ganz eindeutig das Norma 10,1 Gramm Oryx, wenn
» es eine Serienpatrone sein soll. Damit kannst Du mit angemessen geringer
» Wildbretzerstörung sehr sauber Reh- und Schwarzwild erlegen.
» Als Wiederlader jedoch bevorzuge ich ganz klar das Swift Scirocco Geschoss

Vielen Dank schon mal für die konstruktiven Tipps:-) !!

Noch ein paar Anmerkungen meinerseits:
Das Oryx ist kein schlechtes Geschoss, mir jedoch mit 156 grs. etwas zu schwer, weil es gerade nicht eine Laborierung hpts. für die Sauen werden soll. Sie soll eine gestrecktere Flugbahn aufweisen (leichteres Geschoss).

Das Swift Scirocco II würde mit 130 grs. in etwa passen.

Hat jemand Erfahrung mit dem Nosler Ballistic Tip in 120 grs.?
Wahrsch. recht viel Wildbretverlust, oder?

Ich lade (noch) nicht selbst. Werde mir die Munition aber nach meinen Wünschen laden lassen.

WaiHei, Schwabenjäger

woodman

17.09.2009,
23:22 Uhr

@ Schwabenjaeger

Laborierung in 6,5x55

Ich kann Dir zum Kaliber nur zuraten.

Selber habe ich die 6,5x55 seit fünfzehn Jahren im Gebrauch und bin mehr als zufrieden. Geführt habe ich früher (Sauer 90) das Norma 10,1 Vulkan. Damit lag jedes Reh im 10 Meter Anschussbereich. Ausschuss fünfmarkstückgroß wie gestanzt. Keine Hämatome. War perfekt.

Seit sieben Jahren hab' ich die Sauer 202 und schiesse die preiswerte S&B Sierra Gk 9,1. Ausschuss etwa handtellergroß, Hämatome ab und an. Schweindl und geringes Rotwild lagen im Knall.

Die 6,5 schiesst sich angenehm weich. Böse Zungen (richtig harter Männer) bezeichnen sie als "Mädchenkaliber". Hab' nichts dagegen.

w.

flintenrost(R)

18.09.2009,
09:16 Uhr

@ Schwabenjaeger

Laborierung in 6,5x55

»
» Welche Laborierungen verwendet ihr zur Jagd auf welches Wild?

Für Präzision und Weite das 140 gr Hornady SST
und
für Drückjagden und Rotwild das 155gr Lapua Mega

Bilch(R)

18.09.2009,
23:17 Uhr

@ Jungjager

Laborierung in 6,5x55

Hallo JJ,
Du schreibst das Hirtenberger keine 125 gr- 8,1g Nosler Partition 6.5*57R mehr fertigt und mir hat ein Büma diese vor 2 Jahren besorgt. Hirtenberger wird von Ruag hergestellt genauso wie RWS und Gecco und Blaser CDPusw.
Waihei vom Bilch

Jungjager(R)

19.09.2009,
20:05 Uhr

@ Bilch

Laborierung in 6,5x55

» Hallo JJ,
» Du schreibst das Hirtenberger keine 125 gr- 8,1g Nosler Partition 6.5*57R
» mehr fertigt und mir hat ein Büma diese vor 2 Jahren besorgt. Hirtenberger
» wird von Ruag hergestellt genauso wie RWS und Gecco und Blaser CDPusw.
» Waihei vom Bilch

Okay mir hat mein Büchsenmacher gesagt dass Hirtenberger einen Großauftrag vom Militär bekommen hat und deswegen die Produktion von Patronen für die Zivilbevölkerung eingestellt hat.

Sorry ich hab gerade Google befragt... RUAG hat den Namen und die Rechte von Hirtenberger bekommen und produziert jetzt die Muni. Alles klar. Danke für die Aufklärung...

JJ

Franz(R)

20.09.2009,
09:19 Uhr

@ Schwabenjaeger

Laborierung in 6,5x55

» Das Oryx ist kein schlechtes Geschoss, mir jedoch mit 156 grs. etwas zu
» schwer, weil es gerade nicht eine Laborierung hpts. für die Sauen werden
» soll. Sie soll eine gestrecktere Flugbahn aufweisen (leichteres Geschoss).

Die gestrecktere Flugbahn brauchst Du wofür auf Sauen, auf 400 Meter oder 300 Meter? Dafür ist dieses Kaliber auf Sauen ungeeignet. Bleib bei etwa max 150 Meter, dann ist die Flugbahn überhaupt kein Argument! Des Weiteren wird Dir dieses kompakte Geschoß mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit fast immer einen Ausschuß liefern.
»
» Das Swift Scirocco II würde mit 130 grs. in etwa passen.

Das Scirocco passt wegen seiner inneren Konstruktion aber nicht wegen der flacheren Flugbahn. Hier geht es vielleicht um Millimeter.


» Hat jemand Erfahrung mit dem Nosler Ballistic Tip in 120 grs.?
» Wahrsch. recht viel Wildbretverlust, oder?

Ja, habe ich. Vergiß das Geschoß ganz einfach in diesem und vielen anderen Kalibern auf Wild. Die Wahrscheinlichkeit bei der 6,5 auf die 50 kg oder schwerere Sau noch einen Ausschuß zu haben ist relativ gering. Für mich ist das ein sehr gutes Geschoß zum Scheibenschießen.

Noch eine Anmerkung: Die Erfahrungen mit der 6,5 mal 55 oder 57 auf Sauen sind mit den o. g. Geschossen mindestens so gut, wie mit der "Allerwelts-Super-optimal-universal- 30-06". Man darf nur keine Splittergeschosse verwenden.

Jägermeister(R)

22.09.2009,
11:44 Uhr

@ Schwabenjaeger

Laborierung in 6,5x55

Servus Schwabenjaeger,
» Jetzt meine Frage, vor allem an diejenigen, die ein vergleichbares Kaliber
» schießen (z.B.: Jägermeister):
» Welche Laborierungen verwendet ihr zur Jagd auf welches Wild? Welche
» Erfahrungen habt ihr bzgl. Zielballistik?
Auf Rehwild war ich mit der 8,2g KS(6,5x57R) von RWS bis jetzt recht zufrieden.
Das Wild liegt meistens am Anschuss, dafür musst du auch ab und an größere Hämatome in Kauf nehmen. Die sind bei der 9,1g DK etwas kleiner ,dafür hast du größere Fluchtstrecken. Das DK befindet sich bei mir allerdings noch in der Testphase(9 stk. Rehwild), d.h. meine Aussage ist nocht besonders hoch zu bewerten.
Auf Schwarzwild konnte ich leider noch nicht waidwerken.

Gruß
Jägermeister

Schwabenjaeger(R)

24.09.2009,
16:11 Uhr

@ Franz

Laborierung in 6,5x55

» » Das Oryx ist kein schlechtes Geschoss, mir jedoch mit 156 grs. etwas zu
» » schwer, weil es gerade nicht eine Laborierung hpts. für die Sauen
» werden
» » soll. Sie soll eine gestrecktere Flugbahn aufweisen (leichteres
» Geschoss).
»
» Die gestrecktere Flugbahn brauchst Du wofür auf Sauen, auf 400 Meter oder
» 300 Meter? Dafür ist dieses Kaliber auf Sauen ungeeignet. Bleib bei etwa
» max 150 Meter, dann ist die Flugbahn überhaupt kein Argument! Des Weiteren
» wird Dir dieses kompakte Geschoß mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit fast
» immer einen Ausschuß liefern.

Es geht mir nicht darum, auf 300m auf Sauen zu jagen. Da hilft mir nämlich auch nicht die noch so gestreckte Flugbahn einer Laborierung in 6,5x55.

Es geht mir hierbei, wie ich aber übrigens schon schrieb, hpts. um Fuchs und Rehwild.
Vor allem beim Fuchs können 200m schon öfters vorkommen.
So lahm, wie die Oryx 10,1 g geladen sind, hat man dann bei Einschießen auf GEE bei 200m genau 9 cm Tiefschuss. Da lacht jeder Fuchs über die Staubwolke zwischen seinen Läufen. Schon mal nen Jungfuchs im September mit nem Lineal in der Rumpfhöhe gemessen?
9 cm Tiefschuss sind viel Holz auf ein Ziel, das selbst nur eine Trefferfläche von allenfalls 13 cm (nachgemessen) bietet, oder? Wenn ein GEschoss weniger als die Hälfte des obengenannten Tiefschusses aufweist würde ich es als fast ideal bezeichnen. Ich will bis 200 m ohne irgendwelche Überlegungen bzgl. Haltepunkt schießen können.

WaiHei, Schwabenjäger