Erinnerung an Dr. Heribert Kalchreuter

Der ganze Raum ist voller Trophäen. © Frank Pohlmann

Vielen Jägern ist Dr. Heribert Kalchreuter (13. März 1939 bis 14. März 2010) vor allem als Buchautor ein Begriff. In seinem ehemaligen Wohnort Bonndorf im Schwarzwald wurde 2013 ein Museum eingerichtet, das Besuchern einen Einblick in die Welt des Kalchreuter bietet. Der Wildbiologe und Jagdwissenschaftler hat für seine Forschungen große Teile der Welt bereist und dort auch gejagt. Die Trophäen im Museum belegen dies.  Er studierte Geologie und Forstwissenschaft und promovierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Als Dozent lehrte er beispielsweise am College of African Wildlife Management in Tansania. Ab 1978 im Jagdreferat des Bundeslandwirtschaftsministeriums -tätig, leitete er ab 1981 das Fachgebiet „Wild- und Jagdökologie“ der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie. Für sein 1977 im BLV erschienen Sachbuch „Die Sache mit der Jagd“, erhielt er den DJV-Preis für Öffentlichkeitsarbeit.

Dr. Heribert-Kalchreuter. © Dr. Jörg Mangold

Dr. Heribert-Kalchreuter.

Preisgekrönte und umstrittene Werke

Vor allem seine ornithologischen Werke, wie "Untersuchungen an Populationen der Rabenkrähe" (1970) oder "Die Waldschnepfe" (1979) fanden in Fachkreisen international Beachtung. Für "Das Wasserwild : Verbreitung und Lebensweise, jagdliche Nutzung und Erhaltung" (2000) wurde ihm der "CIC Literary Technical Prize verliehen". Neben diesen und mehreren weiteren Sachbüchern verfasste Kalchreuter auch Erlebnisbücher über seine Reisen. 

Seine Werke sind vor allem in Naturschutzkreisen umstritten, werden von Jagdwissenschaftlern und Wildbiologen jedoch großteils positiv gesehen.


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