LJN-Jugendjagdhornworkshop: Keine Nachwuchssorgen

Gluecklicher-Junge © Benedikt Schwenen
Bootstour-Duemmer © BS

Mit der „Europa“ ging es über den Dümmer See.

Wir besuchten Anfang September das Jugend- und Freizeitzentrum am Dümmer See. Mitten in einem der wichtigsten Vogelschutzgebiete Deutschlands hörte man schon aus der Ferne den Klang von Jagdhörnern. Einige Töne waren noch etwas wackelig, doch erkannte man sofort, welche Signale geübt wurden. Geblasen wurden sie von 65 Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 16 Jahren. Sigrid Tönnies, Landesbläserobfrau der Landesjägerschaft, hatte dieses Abenteuerwochenende gemeinsam mit den Jägerschaften Vechta und Cloppenburg organisiert. Über 20 Betreuer halfen ihr dabei. „Eigentlich hatten wir die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzt. Doch es fällt schwer, dem Nachwuchs eine Absage zu erteilen“, berichtete Tönnies. Sie war beeindruckt ob des großen Interesses. Solche Veranstaltungen müssten eigentlich in jeder Jägerschaft stattfinden. Doch einige ließen die Nachwuchsarbeit leider etwas schleifen. Es gibt laut Tönnies genug Interessierte, nur müsse man sich eben um diese auch kümmern. Umso wichtiger, dass dieses Wochenende stattfinden konnte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus dem gesamten Bundesland angereist. Einige Betreuer hatten den Weg aus Gifhorn auf sich genommen, um zu unterstützen.

Mehr als Jagdhornblasen

Blaeser-Anfaenger-2 © BS

Sigrid Tönnies brachte den Kleinsten u.a. „Hase tot“ bei.

Zu Beginn wurden die Jungen und Mädchen in unterschiedliche Leistungsgruppen eingeteilt. Während die Fortgeschrittenen sich schon am zweiten Tag dem „Waldchoral“ widmeten, übten die Jüngsten „Hase tot“ oder (das wichtigste Signal) „Zum Essen“. Wer dabei war, wird der Aussage zustimmen, dass sich viele schon bei den „Alten“ am Streckenplatz einreihen können. Die meisten haben einen jagdlichen Hintergrund. Viele berichteten, dass Mama, Papa oder Opa zur Jagd gehen würden. Doch es waren auch welche dabei, die zuvor nichts mit der Jagd zu tun hatten. „Da werden Nachbarskinder ihre Freundin oder ihren Freund gefragt haben, wo sie denn da mit dem Horn abends hingehen. Und schon hat man das Interesse geweckt“, erklärt Tönnies. Dadurch könne auch wertvolle Öffentlichkeitsarbeit über das Jagdhornblasen hinaus für die Jagd betrieben werden.

Infomobil © BS

Am Infomobil wurden die „kleinen Jagdscheine“ ausgestellt.

Zwischen den Übungseinheiten gab es genug „Freizeit“, die das Wochenende zu einem Abenteuer machte. Es gab eine Nachtwanderung, eine Bootstour auf dem Dümmer, Nistkästen wurden gebaut und auch das Infomobil der Jägerschaft war vor Ort, bei dem die jungen Bläserinnen und Bläser ihren ersten „Jugendjagdschein“ ablegen konnten.
Blaeser-fortgeschritten-2 © BS

In den Übungseinheiten wurden die Kenntnisse vertieft.

Ohne die finanzielle Unterstützung der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) sowie einigen heimischen Firmen und weiterer Unterstützung wäre die Umsetzung nicht möglich gewesen. Es wäre schön, wenn dieses Bläser-Wochenende Schule machen würde. Die Beteiligten des ersten großen Workshops waren sich in jedem Fall einig, dass es eine Fortsetzung geben muss.

Nistkasten-Bau © Benedikt Schwenen

Maedchen-beim-Schrauben © Benedikt Schwenen

Kreatives-basteln © Benedikt Schwenen

Zusammen-musizieren © Benedikt Schwenen

Maedchen-mit-Horn © Benedikt Schwenen

Gemeinsame-Uebungsstunde © Benedikt Schwenen

Kinder-spielen-Jagdhorn © Benedikt Schwenen

Fleißiges-Musizieren © Benedikt Schwenen

Jungs-mit-Jagdhorn © Benedikt Schwenen

Gluecklicher-Junge © Benedikt Schwenen

Lernort-Natur-Mobil © Benedikt Schwenen


Redaktion Niedersächsischer Jäger Seit über 60 Jahren ist der Niedersächsische Jäger das Jagdmagazin zwischen Ems und Elbe.
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