Isegrim in Niederbayern

Der Wolf im Kreis Straubing-Bogen. Foto: privat


"Das Tier weist wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportion auf, die es von einem Hund eindeutig unterscheiden", so das LfU. Der Wolf habe sich in Menschennähe sehr vorsichtig gezeigt. Darüberhinaus hatte der Beobachter, der die Bilder von dem Raubtier schoss und an das Amt weiterleitete, festgestellt, dass das Raubtier deutlich hinkte. Deshalb vermuten die Fachleute eine Verletzung an einem Vorderlauf. Das gleiche Tier wurde bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres in Oberösterreich und später im nord-östlichen Landkreis Passau gesehen. Das LfU bittet nun, Sichtungen, die zu diesem Tier passen könnten, per Mail (fachstelle@lfu.bayern.de) oder per Telefon (09281 800-4653) zu melden.

Für Riss verantwortlich?

Am 19. Januar wurde in Fürstenzell im Landkreis Passau ein Kalb von einem "Beutegreifer" angegriffen. Das Tier befand sich mit seiner Herde in einem Freiluftstall. Aufgrund der Spurenlage vor Ort, könne nicht ausgeschlossen werden, ob ein Wolf dafür verantwortlich ist. Ebenso könnten es aber auch Hunde gewesen sein. Das Rind wurde so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. "Wenn es wirklich ein Wolf war, dann habe ich ein großes Problem", sagte der betroffene Landwirt, Robert Allmannsberger, gegenüber dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt. DNS-Proben wurden sichergestellt, ein Ergebnis lässt allerdings noch auf sich warten.
PM/BS