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Zweiter Sender-Wolf tot

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Donnerstag, 26.05.2016 - 02:10
Die tot aufgefundene Wölfin. Foto: BfI/Tilk © BfI/Tilk
Die tot aufgefundene Wölfin. Foto: BfI/Tilk

Laut dem Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) starb die im Juni 2015 besenderte Fähe FT10 an Bissverletzungen. Sie wurde am vergangenen Sonntag von einem Mitarbeiter der Bundesforsten gefunden. Ersten Erkenntnissen zur Folge, war die Wölfin schon mehrere Tage tot. Zudem soll sie laut NLWNK vor kurzem gewölft haben. Die Fähe befindet sich zur weiteren Untersuchung Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW) in Berlin.
Wenige Tage zuvor teilte die LJN mit, dass die bei ihr angestellte Wolfsberaterin Dr. Britta Habbe zum 1. Juli aufhört. Sie wechselt in den Vorstand der Aktion Fischotterschutz. Sie war seit 2011 bundesweit die erste von einem Landesjagdverband festangestellte Wolfsexpertin. Auf die Frages weshalb Sie jetzt den Job wechselt, wo es im Bereich Wolf in Niedersachsen immer mehr zu tun ist, sagt sie: "Für mich persönlich bietet der Wechsel eine spannende berufliche Perspektive und Weiterentwicklung. Meine Erfahrungen im Bereich Monitoring/Management von konfliktträchtigen Arten werde ich dort ebenso einbringen können wie meine Kenntnisse aus vorangegangenen beruflichen Stationen."
Sowohl Habbe wie auch ihr Arbeitgeber teilen mit, dass die Aufgaben der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. zum Thema Wolf in einer Kooperationsvereinbarung mit dem Land klar geregelt sind und weiterhin unbenommen so weiter wahrgenommen werden. Britta Habbe ergänzt: "Ich wünsche mir für das Wolfsmanagement, dass sich ein fachlich fundierter, pragmatischer Umgang mit der Tierart Wolf etabliert. Dabei müssen besonders die Meinungen und Erfahrungen der vor Ort betroffenen Interessensgruppen in Entscheidungen mit einbezogen werden. Ansonsten besteht Gefahr, dass das Vertrauen der Bevölkerung in das behördliche Management verloren geht und somit auch die Akzeptanz für den Wolf sinkt. Transparenz und Kommunikation ist das A und O. Besonders die letzten Wochen haben gezeigt, dass hier in Niedersachsen noch an vielen Stellen Optimierungsbedarf besteht." Derzeit ist die Nachfolge von Dr. Habbe noch nicht geregelt. "
Das Präsidium wird verschiedene Möglichkeiten der Nachfolgregelung besprechen", so die LJN.
Bettina Diercks