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Zwei Tote bei Bootsunfall

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Dienstag, 16.12.2014 - 01:00
Zwei Tage dauerte damals die Suche nach dem Ertrunkenen. Foto: P. Ermert © P. Ermert
Zwei Tage dauerte damals die Suche nach dem Ertrunkenen. Foto: P. Ermert

Der Prozess gegen den 69-jährigen Teichbesitzer und seinen damaligen 37-jährigen Auszubildenden ist vorerst vorbei. Angeklagt wurden die beiden Männer, weil zwei Jäger bei einer Entenjagd starben, als ein mit fünf Personen besetztes Boot am Silvestertag sank (wir berichteten hier).
Am Freitag fiel die Entscheidung: Schuldig ist der Teichbesitzer wegen fahrlässiger Tötung, gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr und wegen Verstößen gegen die Sorgfaltspflicht. „Ihn erwartet eine Geldstrafe in Höhe von 140 Tagessätzen zu à 140 Euro,“ gab Bettina Gschwilm, Direktorin des Amtsgerichts, bekannt. Das Gericht begründete das Urteil unter anderem damit, dass der Besitzer für die vorschriftsmäßige Benutzung des Bootes verantwortlich gewesen wäre.
Ein milderes Strafmaß traf den 37-Jährigen. „Dieser muss 120 Tagessätze zu je 40 Euro zahlen. Da der Mann seinen Einspruch gegen den Strafbefehl am zweiten Verhandlungstag zurücknahm, ist dieses Urteil rechtskräftig“, erklärte Gschwilm. Anders sieht es beim Teichbesitzer aus: „Der geht sicherlich in Berufung“, vermutet sie.
Laut der Gerichtssprecherin ist es bei einer Geldstrafe geblieben, da die Jäger ein Mitverschulden treffe. Die Waidmänner seien von den Angeklagten aufgefordert worden Schwimmwesten anzulegen. Doch das taten sie nicht. Ein Gutachten eines Sachverständigen belegte zudem, dass das Boot stark überladen war: „Fast das Doppelte des zugelassenen Gewichts mit etwa 474 Kilogramm waren es“, so die Gerichtssprecherin.
MH