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Zwei Luchse ausgewildert

Großes Interesse: Die Freilassung hat viele Interessierte angelockt. Foto: Sieghartleitner


Anfang des Jahres bekam das Luchsprojekt gerichtlich eine "Finanzspritze" zugesprochen. Der Grund: Eine Frau sollte nach strafrechtlicher Verurteilung wegen Wilderei einen fünfstelligen Betrag als Schadensersatz zahlen (wir berichteten). Zeitgleich verkündete die Nationalpark-Leitung unterschiedliche Maßnahmen, die den Fortbestand der Raubtiere auf der Schutzfläche garantieren sollen. So hat man sich zum Beispiel dazu verpflichtet, jedes gewilderte Tier zu ersetzen.
Dies ist nun geschehen. Am vergangenen Freitag wurden zwei Katzen aus der Schweiz in die Freiheit entlassen. „Das Luchsmännchen Juri und Luchskatze Aira waren eigentlich für das Luchsbestandstützungsprojekt im Pfälzerwald in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Da sich dort die Abnahme verzögerte, haben uns die Schweizer Kollegen die Luchse umgehend angeboten", freut sich Projektleiter Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen. Die beiden Luchse seien Anfang März im südlichen Jura im Kanton Waadt eingefangen, von einem Veterinär untersucht und in Quarantäne gehalten worden. Nach dem Bekanntwerden der Wilderei-Fälle hatten die Schweizer Luchschützer Zweifel an den Erfolgssaussichten des Luchsprojekts geäußert und die Übergabe gefangener Pinselohren an Auflagen geknüpft (wir berichteten). Diese sind nun wohl gegeben. Laut WWF sei die Freilassung als Ersatz der beiden nachweislich gewilderten Katzen ein wichtiger Impuls für die Zukunft der Art im Nationalpark Kalkalpen.
PM

 


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