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Zwei Luchse ausgewildert

Ende April 2014 wurde diese Luchsin in die Freiheit entlassen. Foto: PLI © PLI

Das Projekt wurde von dem italienischen Forschungsverein „Progetto Lince Italia“ mit der Unterstützung des WWF Österreich umgesetzt. In dem Auswilderungsgebiet gebe es laut einer Pressemitteilung der Umweltschutzorganisation bereits drei Luchse. „Um die langfristige Rückkehr des Wildtieres in den Alpenraum zu gewährleisten und den Bestand zu sichern mussten wir handeln“, erklärt Projektleiter Paolo Molinari.
Finanzielle Unterstützung erhielten die Projektpartner von den Österreichischen Lotterien. Eingefangen wurden die Katze und der Kuder durch die „Koordinierten Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere (KORA)“ bereits Anfang März im Waadtländer Jura (Schweiz). Nach einer zehntägigen Quarantäne in Bern, wurden sie unter tierärztlicher Aufsicht zu ihrem neuen Bestimmungsort verfrachtet.
Im Gespräch mit jagderleben zeigte sich der Kärntner Landesjägermeister, DI Dr. Ferdinand Gorton, überrascht: „Wir waren nicht involviert. Ich habe privat von der Freilassung erfahren.“ Gorton ist sich aber sicher, dass die Verantwortlichen Bescheid geben würde, sobald die Katzen die Landesgrenze nach Kärnten erreichen. Des Weiteren halte die Jägerschaft "nicht besonders viel" von aktiven Auswilderungen. Dennoch sei alles, "was auf vier Pfoten bzw. Läufen einwandert, willkommen – zumindest solange sich die Schäden in Grenzen halten".
BS