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Zwei Hasen weniger

Der nasskalte Frühling macht den Feldhasen zu schaffen. Foto: Michael Breuer © Michael Breuer

Dieses Jahr kommen die Jäger und Wissenschaftler des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) auf durchschnittlich zehn Hasen je Quadratkilometer – das sind zwei weniger als im Vorjahr. Seit 2002 werden zweimal jährlich die Langohren in 350 Referenzgebieten ermittelt. Die Jahre 2004 und 2006 galten als besonders gute Hasenjahre. Mit der aktuellen Zählung sind die Besätze auf dem Niveau von 2002. Laut dem Wildbiologen Dr. Daniel Hoffmann (DJV-Präsidiumsmitglied) sind Schwankungen normal, dennoch müsse sehr genau beobachtet werden, wie sich die Besätze weiter entwickeln. Nach Ansichten des DJV könnte nicht nur für Feldhasen das intensive Anbauen von Energiepflanzen ein Gefährdungspotenzial sein. Auch andere Niederwildarten wie das Rebhuhn gehören zu den Leidtragenden.
Dieser Meinung ist auch die Deutsche Wildtierstiftung. In einer Pressemitteilung betonte Dr. Andreas Kinser, dass die Lebensräume immer schlechter werden. Zurzeit mache aber das Wetter vor allem den Junghasen das Leben schwer. Durch den nasskalten Winter der letzten Wochen, sowie den Kälteeinbruch im Frühling, habe es große Verluste gegeben. „Trockene Kälte macht jungen Feldhasen wenig aus – aber Schneematsch und Nässe sind für sie tödlich“, so Kinser.
In der Hoffnung auf einen baldigen Wetterumschwung – vor allem für die Junghasen – wünschen wir Frohe Ostern!
Ihr jagderleben.de-Team