Home News "Zwangsrente" für Prüfer

"Zwangsrente" für Prüfer

Peter Stieglbauer, Siegfried Wegmann mit Gattin, Michael Bleicher und Helene Bauer (v.l.). Foto: Franz Etschmann © Franz Etschmann

Veränderung, Kompetenz und Zukunftsfähigkeit waren die Leitmotive des kürzlich stattgefundenen ersten bayernweiten Fortbildungstages für Jägerprüfer in Ingolstadt. Organisiert hatte die Veranstaltung Peter Stieglbauer von der Zentralen Jäger- und Falknerprüfungsbehörde am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut.
Im vergangenen Jahr haben in Bayern rund 1.600 neue Jungjäger die dreiteilige Prüfung mit Erfolg absolviert. Der Trend, die Jägerprüfung abzulegen, ist weiter ungebrochen. Entsprechend groß ist der Bedarf an qualifizierten Prüfern.
Prof. Dr. Werner Beutelmeyer vom "market institut" stimmte in seinem Referat die Anwesenden auf die Herausforderungen der Zukunft ein. „Während die Urbanität der Gesellschaft zunimmt, kommt von der Stadt ein breites Unverständnis gegenüber der Jagd. Andererseits wird auch bei der Jagd immer mehr dilettiert – das handwerkliche Können schwindet.“ Den Jägern werde immer mehr die Naturkompetenz abgesprochen.
Diesem Trend könne man nur durch fundierte Ausbildung und hohe Standards beim Zugang zur Jagdberechtigung entgegen wirken. Beutelmeyers Appell an die rund 200 Jägerprüfer im Saal: die Professionalität bei der Jagd darf nicht sinken.
Bayern setzt hier auch bereits bei der Bestellung der Prüfer an: Wer das 70. Lebensjahr beim Beginn einer neuen Berufungsrunde erreicht hat, scheidet automatisch aus dem Prüfungsausschuss aus.
Im Rahmen der Fortbildung wurden 30 altgediente Prüfer von Peter Stieglbauer verabschiedet. Eine besondere Auszeichnung erhielten Michael Bleicher und Siegfried Wegmann: Beide haben sich seit mehr als 30 Jahren besondere Verdienste um die Jagd in Bayern erworben. Ihnen wurde von der Leiterin der Obersten Jagdbehörde, Helene Bauer, die Große Bayerische Staatsmedaille überreicht.
CM