Home News Zwangsmaßnahmen gegen Landesverband

Zwangsmaßnahmen gegen Landesverband

Stehen für die "reine Lehre" beim ÖJV (v.l.): Klaus Borger und Elisabeth Emmert. Foto: SMU/SE/OK © SMU/SE/OK

Der ÖJV-Bundesverband und der dem grünen Staatsekretär und ehemaligen ÖJV-Vorsitzenden Borger nahestehende Flügel im Landesverband kritisieren die angebliche Annäherung des Vorstands an die VJS. Sowohl die Borger-Truppe als auch der Bundesverband streben daher vorgezogene Vorstandswahlen an.
Die Saarbrücker Zeitung (SZ) berichtet, dass Manfred Hoffmann, ÖJV-Mitglied und Grünen-Kommunalpolitiker, "nach eigenen Angaben weit mehr als zehn Prozent" des 52 Mitglieder zählenden Verbandes hinter sich habe. Der Vereinssatzung gemäß reiche dies aus, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu erzwingen. Notfalls, so wird Hoffmann in der SZ zitiert, müsse der Verein halt "neu gegründet" werden.
Die ÖJV-Bundesvorsitzende Elisabeth Emmert warf dem Landesverband laut SZ "undemokratisches, vereinsschädigendes Vorgehen" vor. Der ÖJV Saar habe "derzeit die gemeinsame Basis der ÖJV-Mitgliedsverbände verlassen." Emmert schloss den ÖJV Saar aus dem Bundesverband aus und ließ den Zugang des ÖJV-Saar-Vorstands zur Internetseite des Landesverbands sperren.
Die Sperrung der Homepage ist inzwischen wieder aufgehoben, wie Christian Schneider, nach dem Rücktritt von Wilhelm Bode Kommissarischer Erster Vorsitzender des ÖJV Saar, erklärt. Schneider ist seit 2010 gewählter 2. Vorsitzender des Landesverbands und war zuvor seit dessen Gründung Schatzmeister. Die von Emmert erhobenen Vorwürfe undemokratischen und vereinsschädigenden Verhaltens wies Schneider im Gespräch mit der Redaktion zurück: Offenbar habe Emmert "von unserer Vereinssatzung keine Ahnung und legt selber undemokratisches Verhalten an den Tag." Als 2. Vorsitzender sei er berechtigt, den Verein zu vertreten. Undemokratisch sei gerade auch der Ausschluss des ÖJV Saar aus dem Bundesverband. Schneider habe davon nur per E-Mail erfahren und nie ein Protokoll des Vorgangs erhalten. Es habe weder Nachfragen noch eine Anhörung vor dieser Entscheidung gegeben. Auch sei unklar, wie und ob die Entscheidung, etwa durch einen Vorstandsbeschluss, legitimiert sei. "Und warum greift der Bundesverband in Vorgänge in einem Landesverband ein, der sich zur Landespolitik dem Landesjagdgesetz äußert", so Schneider. Elisabeth Emmert war vor Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. SE