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Zuwanderer dürfenbejagt werden

Schweizer Luchse dürfen in Zukunft unter bestimmten Voraussetzungen geschossen werden. Foto: Bettina Diercks © Bettina Diercks

Das gibt die neue Jagdverordnung her, die am 15. Juli in Kraft tritt und am Mittwoch, den 27. Juni 2012, vom Bundesrat verabschiedet wurde. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) rechtfertigt die neue Regelung damit, dass Wildtiere zwar die Kulturlandschaft bereichern, aber mitunter auch große Schäden und Konflikte verursachen. Luchse und Wölfe würden Nutztiere reißen oder in andere Wildtierbestände zu stark eingreifen. Aus diesen Gründen dürfen die Kantone auf solche "Räuber" Abschüsse frei geben. Die müssen allerdings vom Bund bewilligt werden. Maßlos soll die Jagd nicht werden, da der Erhalt der Artenvielfalt nach wie vor im Vordergrund steht.
Eine weitere Neuerung ist das grundsätzliche Verbot von Totschlagfallen. Kastenfallen zum Lebendfang sind nur erlaubt, sofern sie jeden Tag kontrolliert werden. Ebenso darf auf der Wasservogeljagd künftig nur noch bleifrei geschossen werden. Auch müssen Jäger jährlich ihre Schießfertigkeit nachweisen.
Während Moorente und Rebhuhn ab sofort laut der neuen Verordnung geschützt sind, darf die Saatkrähe bejagt werden. Schonzeit für Schwarzwild ist nur noch vom 1. März bis 30. Juni. Frischlinge und Überläufer sind ganzjährig frei. Der Kormoran hat ebenfalls Schonzeit vom 1. März bis 31. August. Rabenkrähe, Saatkrähe Elster und Eichelhäher dürfen zwischen dem 16. Februar und 31. Juli nicht mehr geschossen werden.

BHA/Bettina Diercks