+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 71 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 20.10.2020) +++
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Zunahme von Wilderei wegen Corona

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
am
Sonntag, 24.05.2020 - 16:36
Spitzmaulnashorn © Erich Marek
Nashörner zählen zu den häufigsten Opfern von Wilderern – das ist auch im Moment nicht anders.

Aus verschiedenen Regionen der Welt kommen in den letzten Tagen zunehmend Meldungen von steigender Wilderei. Durch das geringere Reiseaufkommen wegen der Coronakrise, sind viele Wildparks in Afrika leer. Dort, wo normalerweise Touristen auf Jeeps Tiere und Natur bestaunen, herrscht momentan weitgehende Ruhe. Normalerweise wirken die vielen Personen abschreckend auf potenzielle Wilderer. Laut einem Bericht der Wildlife Justice Commission (WJC) hätten mehrere „Wildereibosse“ in Afrika Teams organisiert, die im Moment in die Parks und Schutzgebiete gehen. National Geographic konstatiert, dass in Südafrika seit der Sperrung des Landes die Nashornwilderei zugenommen habe.

Schlechte Wirtschaftslage macht Wilderei wahrscheinlich

Der BBC berichtet, dass eine Zunahme der Wilderei durch den Rückgang des Tourismus und den Abschwung der Wirtschaft zu erwarten sei. Die International Rhino Foundation sagte, dass die Sperrmaßnahmen in Südafrika die Wilderei zwar in gewissem Maße abgeschreckt haben, die „Risiken jedoch zunehmen werden, wenn auch die Verzweiflung zunimmt“.

Auch Indien berichtet über eine Zunahme der Wilderei seit der Sperrung des Landes. In einer indischen Region wurden gleich drei schwere Wildereifälle in 36 Stunden registriert. In normalen Zeiten seien es jährlich etwa 12-13 Fälle, berichtet „mongabay.com“


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