Home News Zürich will Jagdgesetz anpassen

Zürich will Jagdgesetz anpassen


Die Baudirektion des Kanton Zürich (Schweiz) hat einen neuen Jagdgesetzentwurf verabschiedet. Damit soll laut einer Pressemitteilung das nicht mehr zeitgemäße Gesetz von 1929 ersetzt werden. Ziel ist es, den veränderten Umständen der Jagd gebührend Rechnung zu tragen. Deshalb soll unter anderem die Einteilung der Jagdreviere in Zukunft nach jagdlichen und wildbiologischen Kriterien erfolgen. Bislang war diese eher an Gemeindegrenzen gebunden. Auch werden die Reviere nicht mehr versteigert, sondern mit einem festen Pachtpreis versehen.

Keine unausgebildeten Jagdgäste mehr

Um die Jagdberechtigung zu erlangen muss künftig jährlich die Treffsicherheit nachgewiesen werden. Außerdem soll die jagdliche Aus- und Weiterbildung mit verpflichtenden Weiterbildungskursen gewährleistet sein. Bislang war es Personen ohne jagdliche Ausbildung möglich, nach einem Treffsicherheitsnachweis an sechs Tagen im Jahr als Jagdgast unter Aufsicht zu jagen. Dies soll nun abgeschafft werden. Der Gesetzesentwurf wurde dem Kantonsrat überwiesen. Dieser muss über die Verabschiedung entscheiden. Eine Volksinitiative zur Abschaffung der privaten Jagd wurde kürzlich vom Kantonsrat abgelehnt. Abgestimmt wird aber dennoch. Das Projekt zur Anpassung des Jagdgesetzes wurde laut Baudirektion bereits 2016 und damit vor der Volksinitiative gestartet. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
Thumbnail